Wie gut, dass es Entwickler gibt, die sich nicht vom Mainstream mitreißen lassen und in regelmäßigen Abständen Puzzle-Games, Gehirntrainer oder lächerliche Lizenzumsetzungen veröffentlichen – oder hängen die jemandem noch nicht zum Halse raus…? Stattdessen erfahren inzwischen nahezu alle Genres ihre Existenzberechtigung, und das natürlich auch auf dem DS.
Recht schwach in die Genrevielfalt integriert waren bisher zum Beispiel vertikale Shooter, wie das optisch überzeugende „Nanostray“, bei dem bis auf die verkorkste Einbindung des Touchscreens (zum Waffenwechsel) vieles auf einen Hit deutete. Und der Nachschub rollt unabwendbar auf die Fangemeinde zu, mal abgesehen vom direkten Folgetitel „Nanostray 2“…
So werkeln die polnischen Entwickler von Nibiris derzeit an „Raid over the River“, welches vor reichlich einem Jahr angekündigt wurde und nun die prägnante Abkürzung „ROTR“ erhielt. Auch in diesem DS-Titel wird Action am Fließband eine entscheidende Rolle spielen, allerdings möchte man der Konkurrenz und sich selbst beweisen, dass nicht nur Shin’en gute Weltraum-Shooter produzieren kann. Jetzt aber zu den heute preisgegebenen neuen Informationen:
– 6 Kampagnen mit jeweils mehreren Missionen
– 6 verschiedene Fahrzeuge aus 6 verschiedenen Zeitperioden
– enorme Waffenvielfalt
– strategischer Einsatz von Sprit und Munition sind wichtig, um die Missionen zu erfüllen und gegnerische Stützpunkte zu vernichten
– Zusammenarbeit und Kommunikation mit anderen Einheiten
– dargestellte Grafik in 3D auf beiden Bildschirmen
– die einzigartigen Fähigkeiten des DS werden für Spezialmanöver eingesetzt
– versteckte und freispielbare Missionen, Fahrzeuge und andere Goodies
– ausführlicher und motivierender Mehrspielermodus
Ein recht unbekanntes Entwicklerstudio, vielversprechende Worte, bombastische Optik, und die Ungewissheit, ob der Touchscreen wieder derart ungünstigen Einsatz findet wie in „Nanostray“ – das sind die Elemente, mit denen wir momentan über die Qualität von „ROTR“ spekulieren dürfen. Erscheinen soll der Titel auf alle Fälle dieses Jahr noch, natürlich auch im Westen.