Gerade in den letzten Wochen ist es immer wieder zu hitzigen Diskussionen gekommen, wenn das Thema „Gebrauchtspiele“ von gewissen Herstellern ins Spiel gebracht wurde. Und die Thematik ist an Tagesaktualität ja auch kaum zu überbieten – vor allem die neue Xbox One von Microsoft enttäuschte in dieser Hinsicht viele Spieler, da sie die vermeintliche Problematik am ärgsten bekämpft. Natürlich haben sich in der Vergangenheit auch andere Publisher immer wieder über die für sie entstehenden finanziellen Nachteile , die durch Gebrauchtspiele entstünden, beschwert.
Im Gegensatz zum recht negativen einhelligen Grundtenor der verschiedensten Hersteller spricht sich Sony mit der im Winter erscheinenden Playstation 4 für eine etwas andere Marschroute aus: Das Unternehmen wird keinen technischen Mechanismus in seine neue Heimkonsole einbauen, der Gebrauchtspiele eindämmt. Aus diesem Grunde wurde Sony von vielen Spielern auch als eindeutiger Sieger der diesjährigen E3 ausgemacht – die Begeisterungsstürme über den kundenfreundlichen Weg, den das japanische Unternehmen damit einschlägt, kannten keine Grenzen mehr.
Reginald Fils-Aime, der Nintendo of America-COO, äußerte sich nun gegenüber dem Magazin Polygon zur kontrovers diskutierten Thematik und vertrat dabei den Standpunkt von Nintendo.
Demnach sei der beste Weg für Hersteller, mit gebrauchten Spielen umzugehen, schlicht und einfach sicherzustellen, dass ihre Spiele gut genug sind, sodass die Konsumenten die Spiele eben nicht eintauschen wollen. Nichtsdestotrotz sei es von extremer Bedeutung, den Markt für Gebrauchtspiele zu unterstützen. Nintendo habe deshalb auch verstanden, dass eben dieser Markt sehr wichtig für die Spieler sei. Nach dem Beenden eines Spiels könne man es einfach für ein neues Spiel eintauschen, so der einfache Gedankengang dahinter.
Abgesehen davon habe Nintendo sowieso festgestellt, dass Nintendo-Spiele viel seltener eingetauscht werden würden als im Falle des Durchschnitts der Videospiel-Industrie. Der hohe Wiederspielwert der Nintendo-Games sei ein bedeutender Grund dafür. Ein Mario Kart, New Super Mario Bros. oder Pikmin wolle kein Mensch eintauschen, da Spiele dieser Reihen immer wieder gespielt werden würden. Allein deshalb habe man bei Nintendo auf eine einschränkende Technik in der Hardware verzichtet. Nintendo sei sich absolut sicher, dass die Spieler die hauseigenen Nintendo-Spiele auch weiterhin nicht eintauschen werden, solange man auch in Zukunft fantastische Spiele veröffentliche.
Wir sind gespannt auf eure Meinung: Seid auch ihr derselben Meinung wie Reggie? Denkt ihr, dass Spieler ihre Nintendo-Spiele prinzipiell eher behalten als die anderer Entwickler und Hersteller? Wie steht ihr zur Thematik der Gebrauchtspielsperre in Konsolen? Würdet ihr wegen einer solchen auf den Kauf bestimmter Hardware verzichten oder eher auf eine andere Konsole zurückgreifen?