Der letzte E3-Tag ist der Tag der zahlreichen Super Smash Bros.-Interviews. Zumindest gewinnt man den Eindruck, wenn man sich ein wenig umschaut. Eine gute Gelegenheit, die Kommentare und Aussagen von Director Mashiro Sakurai sauber gebündelt zu listen. Also dann…
Zuerst einmal kommen wir auf den Namen zu sprechen. So klang dieser in den ersten Trailern noch verdächtig nach Arbeitstitel. Gegenüber IGN behauptete Sakurai jedoch, dass es sich bei Super Smash Bros. for Nintendo 3DS und Super Smash Bros. for Wii U um die finalen Titel der Spiele handle.
Auch wurde das Zusammenspiel der beiden Versionen angesprochen. Gleich vorweg: Laut Joystiq sind sie im Standard-Multiplayer-Modus nicht kompatibel zueinander. Das heißt, Konsolen- und Handheld-Zocker bleiben strikt unter sich. Grund dafür seien die unterschiedlichen Stages, die ihr auf 3DS und Wii U findet. Die mobile Fassung bietet euch an Handheld-Titel orientierte Level wie die Feroxer Arena aus Fire Emblem: Awakening oder das Nintendogs-Spielzimmer an, während auf der Wii U im Skyward Sword-Wolkenhort und dem Wii Fit-Trainingssaal gekämpft wird. Allerdings wird es möglich sein, Anpassungen der Charaktere zwischen den Plattformen auszutauschen. Wie diese ausfallen, verriet Sakurai nicht, betonte dabei allerdings, dass es sich nicht um Kostüme handeln werde.
Im Vergleich zu den Vorgängern soll darüber hinaus an den Spielmechaniken gefeilt werden. Raus ist die ungeliebte Stolper-Mechanik aus Brawl, dank derer die Charaktere komplett zufällig zu Boden fallen. Touchscreen-Experimente gibt es aus Balancing-Gründen ebenfalls nicht. Insgesamt will man mit dem neuen Super Smash Bros. in Sachen Anspruch ein Mittelding aus dem eher kompetetiven Melee für den GameCube und dem wesentlich lockerer gestalteten Brawl für die Wii schaffen.
Angesichts des Auftritts von Mega Man stellt sich für manche sicherlich auch die Frage: Wie sieht es mit den Charakteren von Drittherstellern aus? Kommt da noch mehr auf uns zu? Laut Kotaku wird sich die Anzahl der Nintendo-fremden Kämpfer in Grenzen halten. Capcoms blauer Bomber ist hierbei mehr als Sonderfall zu verstehen. Außerdem wird es bei der Charakter-Auswahl aufgrund der leistungsschwächeren 3DS-Version Einschränkungen geben – die beiden Fassungen teilen sich nämlich die selbe Kämpferliste. Dennoch sollen so viele wie nur irgendmöglich ihren Weg ins Spiel finden.
Könnte man da vielleicht in Zukunft etwas über DLC regeln? Möglich wäre es, Sakurai konzentriert sich derzeit jedoch lieber auf das eigentliche Spiel, bevor er sich über herunterladbare Extras Gedanken macht. Bis auf weiteres bleibt Smash Bros. dementsprechend DLC-freie Zone.
Und zum Abschluss noch ein paar Worte zum Release. So sind sowohl die Wii-U-Version als auch die 3DS-Umsetzung von Super Smash Bros. für 2014 angesetzt. Der exakte Erscheinungstermin kann jedoch leicht variieren – je nachdem, welche Version zuerst fertig wird.