PlanetDS-Redakteure haben es schon nicht leicht: Kaum entflieht man dem virtuellen Pferdehof, dürfen ohne viel Scham Windeln gewechselt oder modische Fehltritte korrigiert werden – was auch immer ansteht, welch skurrile Ideen diverse Publisher auch hervorzaubern, bekanntlich wundert man sich als versierter Schreiberling keiner noch so ungewöhnlichen Spielpräsentation mehr. Denkt nur an den zwiespältigen Titel: „Wild und Frei: Abenteuer Pferderücken“, welcher allein schon vom Namen her viel Platz für Fantasien gelassen hat, so wird einem bewusst, was wir damit meinen. Ein Reitspaß für jedermann, war zwar ohne Zweifel ein sehr kreativer Einfall bei der Namensfindung… Um es jedoch kurz zu machen: Hierbei handelte es sich nicht um eine verdeckte Schmuddelfilmchensammlung auf dem DS, sondern um ein Abenteuer zusammen mit seinem Hengst oder seiner Stute (wobei wir hier immer noch von Pferden sprechen). Zusammen mit Black Beauty und Spirit, dem wilden Mustang um die Wette reiten, war zwar nicht minder spannend, als es sich letztendlich anhört, aber man hatte zumindest in jeder Situation die Hosen an und die Peitsche…Verzeihung…die Zügel in der Hand.
Doch weg vom Pferdestall und rein in ein vollkommen neues Szenario, erwartet uns heute der Titel „Miami Nights – Singles in the City“, welcher indirekt als Abklatsch der guten, alten Sims-Teile auf dem GBA gesehen werden kann. Neben „Chessmaster“, „Sophies Freunde“, „Tigerz“ oder „Petz: Hasenfreunde“ reiht sich auch dieser Ableger in Ubisofts „Spiele für mich“-Reihe ein, welche DS-Titel massenkompatibel machen soll. Aber ist dieses Spiel wirklich würdig, den Namen der Sonnenmetropole Miami zu tragen und hierzulande auf die breitgefächerte Spielerschaft losgelassen zu werden, oder hätte der Titel die Grenzen von Amerika lieber nicht überschreiten sollen? Wir haben uns auf die sandigen Strände Richtung Westen begeben und berichten vor Ort, wie sich dieser Titel im Slot des DS’ schlagen konnte.