Große Sorgenfalten zieren momentan die Gesichter der japanischen Unternehmer in der Videospiele-Branche: Der Spielemarkt in Japan schrumpft und schrumpft, seit 1997 um satte 40%. Dieser Trend konnte auch im Jahr 2003 nicht gestoppt werden. Die Verkaufszahlen sanken um 11%, damit ist der japanische Spielemarkt momentan nicht einmal halb so groß wie der amerikanische.
Besonders der Hardware-Absatz ist rückläufig, 2003 um satte 16,7%. Nur noch der Gameboy Advance scheint momentan eine stabile Angelegenheit zu sein, selbst die einst so erfolgreiche Playstation 2 verkauft sich nicht mehr konstant gut. Bei der Software ist ein Rückgang um 8,2% zu verzeichnen.
Erklärt wird dieser Einbruch vor allem dadurch, dass viele Menschen das Interesse an Videospielen in der Zeit nach der PS One verloren haben. Auch der Handel mit gebrauchten Games ist den japanischen Spielemachern ein Dorn im Auge. Und die japanischen Unternehmen reagieren: Zum einen versuchen die beiden Großen Nintendo und Sony mit den innovativen Handhelds PSP und Nintendo DS neue Käuferschichten anzusprechen. Zum anderen werden sich japanische Entwickler verstärkt auf den westlichen Markt konzentrieren, um Verluste in der Heimat kompensieren zu können.