Plattform: Game Boy Advance

Mega Man Zero 3

Die Schauplätze erinnern vage an die erste StarWars-Trilogie: der erste Teil startete im finst'ren Wald, der zweite begann in der trockenen Wüste, und die dritte Episode der Megaman Zero-Serie nimmt ihren Anfang in eisig arktischen Gefilden. Dorthin verschlägt es nämlich die beiden Blondlöckchen Zero und Ciel, die ein abgestürztes Kampfschiff untersuchen. Dabei stoßen sie auf ein geheimnisvolles Relikt, das den Anfang eines neuen, actionreichen Abenteuers markiert. Wie wir es von Capcom gewohnt sind, sieht das neue Spiel auf den ersten Blick so aus wie Zusatzmissionen zum zweiten oder gar ersten Teil. Und das muss ja nicht zwangsläufig schlecht sein. Wie gewohnt wird es also wieder ein explosives Spiel mit explosivem Schwierigkeitsgrad, der auch die Cracks unter den Action-Zockern entweder motiviert... oder frustriert. Um trotzdem ein bisschen für frischen Wind zu sorgen, gibt es im dritten Teil mit dem Recoil Rod eine neue Waffe mit wortwörtlich bahnbrechender Durchschlagskraft. Teile der Spielumgebung werden zerstörbar sein; man kann den Recoil Rod sogar als Hilfsmittel für höhere Sprünge einsetzen. Außerdem überarbeitet wurde das Cyber-Elfensystem, und ein neues Chipsystem wurde eingeführt, das Zero in vielen verschiedenen Variationen aufpowern kann. Megaman Zero 3 soll sich laut Capcom mit dem vierten Battle Network-Teil verlinken lassen, um so Waffen (z.B. Zeros Schwert) oder Gegner zwischen den Spielen tauschen zu können. Weniger interessant für uns Europäer ist die angekündigte E-Reader-Kompatibilität. Ausblick: Schon die Vorgänger dieses Action-Krachers bestachen durch ebenso kompromisslosen, wie knackig schweren Ballerspaß, und der dritte Teil wird diese Tradition mit Sicherheit fortführen. Wer 1 und 2 mochte und nicht übermäßig wild auf innovative Veränderungen ist, darf sich Megaman Zero 3 ruhig auf die Wunschliste setzen. Christian Luscher [Sagat] für PlanetGameboy.de

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