Plattform: Game Boy Advance

Mazes of Fate

Mit „Mazes of Fate“ erscheint der erste latein-amerikanische GBA-Titel überhaupt. Sabarasa Entertainment, das seinen Sitz in Buenos Aires hat (Lernen mit PlanetGameboy.de: Das ist die Hauptstadt von Argentinien), entwickelte in den letzten drei Jahren an diesem RPG. Das Spielgeschehen findet in der altertümlichen Welt Akhiel statt, in der die Götter die Menschheit vernichten und durch eine unterwürfige Rasse von Ziegenmenschen ersetzen wollen. Die Aufgabe des Spielers besteht darin, die Menschheit zu erlösen und die Pläne der Götter zu durchkreuzen. Dazu wählt man, wie in Rollenspielen üblich, zu Beginn seinen Charakter aus. Es stehen drei vordefinierte Klassen zur Verfügung (Kämpfer, Schurke und Magier). Außerdem hat man die Möglichkeit, einen eigenen Charakter zu erstellen. Die Spielewelt präsentiert sich in einer wunderschön anzusehenden, isometrischen Ansicht. Man bewegt sich darin zwischen den einzelnen Schauplätzen. Der Großteil des Spiels allerdings, bei dem man zur Waffe oder zur Magie greift und sich durch die Labyrinthe bewegt, wird in einer für den GBA innovativen 3D-Ansicht dargestellt. Inspiriert wurden die Entwickler diesbezüglich durch den PC-Titel „Lands of Lore“. Selbstverständlich verbessern sich die Fähigkeiten des Helden im Spielverlauf kontinuierlich: Steigt man einen Level auf, kann man Fertigkeitspunkte vergeben und Zaubersprüche erlernen oder seine Kampffähigkeiten verbessern. Zudem können die Charaktere mit einer Vielzahl von Gegenständen ausgerüstet werden. In den Labyrinthen trifft man auf eine Vielzahl an Gegnern. Die ständige Suche nach einer besseren Ausrüstung birgt durchaus Suchtpotenzial. Bis zu zwei weitere Partymitglieder können den Helden bei seinem Kampf gegen über 60 verschiedene Monster unterstützen. Dabei muss man immer wieder Rätsel lösen, um die Aufgaben erledigen zu können. Damit man sich nicht hoffnungslos verirrt, kann man zu jeder Zeit auf eine Übersichtskarte zugreifen, der man ansieht, an welchen Stellen man noch nicht war. Dort werden auch wichtige Punkte markiert und in einer Legende verzeichnet. Um die Aufgabenstellung nicht aus den Augen zu verlieren, existiert zudem ein Quest-Logbuch. Da manche Gegner eine große Herausforderung darstellen, ist die Speicherfunktion sehr hilfreich. Man kann diese zu jeder Zeit verwenden und das Spiel direkt hier fortsetzen, falls man das Zeitliche segnen sollte. Prognose: Durch die sehr detaillierte und hübsche Grafik im zweidimensionalen wie auch im dreidimensionalen Bereich, die stimmige Sounduntermalung sowie dem potentiellen Suchtpotenzial, steht ein GBA-RPG in den Startlöchern, das für Genrefans sicherlich einen Blick wert sein wird. Jan Möller und Marko Ludolph für PlanetGameboy.de

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