Es begann im Jahre 1996, als die japanische Erfinderin Aki Maita ein Spielzeug erfand, welches sich rasend schnell über den kompletten Erdball verbreiten sollte. In Zusammenarbeit mit der Firma Bandai sorgte man also innerhalb kürzester Zeit dafür, dass sich dieses eine Spielzeug mindestens einmal in jedem Haushalt finden lassen konnte und vor allem Kinder kaum mehr ohne es auf die Straße gingen. Wir meinen natürlich das Tamagotchi – ein einfaches, aber fürs jüngere Semester sehr reizvolles „Spiel“prinzip, das lediglich daraus bestand, seinem kleinen Pixel-Freund allerlei Wünsche von den Augen abzulesen, diese zu erfüllen und den hilflosen Tierchen das Überleben zu ermöglichen… Kümmerte man sich nicht, verendete es.
Auch nach der großen Welle des Mini-Spielzeugs griffen viele Hersteller im Bereich des Computerspiels diese Idee auf, wenn auch das Prinzip ein wenig verändert wurde. Besonders in Japan finden derartige Spiele immer noch reißenden Absatz. Nachdem die Jugend „Nintendogs“ bis zum Umfallen gespielt hat, braucht sie nun freilich sofort Ersatz – und wie vermarktet man ein Spiel besser, als einfach nur ein wenig Werbung hier und da anzubringen? Richtig, man verwendet Charaktere, die die Zielgruppe kennt und schätzt. Auch, wenn sich das Grundprinzip von „Shrek: Oger und Dresel“ nur bedingt mit einem Tamagotchi vergleichen lässt, so ist das Kümmern um ein hilfloses Wesen noch immer der Hauptbestandteil. Gnadenloser Süchtigmacher oder würzlose Lizenzgurke? Lest einfach weiter.