Im Test mit der Zeit: Chronos Twin

Hey Doc! Vorab steigen wir in den Delorean ein, füttern den Flux-Kompensator mit ordentlich Saft und starten eine kleine Zeitreise in das Jahr 2004. Noch bevor das Hardware-Mysterium „Nintendo DS“ enthüllt wurde, kündigte die spanische Entwicklerschmiede Enjoy Up ein sehr interessantes Gaming-Projekt für den Game Boy Advance an. Codename: „Chronos Twin“.

Es handelte sich bei diesem Spiel um eine Art Puzzle-Jump‘n Run, bei dem man zeitgleich in zwei parallelen Zeituniversen aktiv sein sollte. Schon auf dem portablen Boy war der obere Abschnitt des Spiels als die Gegenwart, und der untere Abschnitt als die Vergangenheit vorbestimmt. Aufgabe des Zeitreisenden war es folglich, zwischen den Epochen zu interagieren, um diverse spielerische Änderungen zu bewirken. So sollte es beispielsweise möglich sein, in der Vergangenheit Mauern zu zerstören, um wiederum in der Gegenwart dieses Hindernis aus dem Weg geräumt zu haben, usw. Fast vier Jahre nach der Ankündigung des Projekts hat sich einiges auf dem Handheldsektor getan – der Game Boy Advance ist in Sachen Spieleneuheiten fast gänzlich von der Erdoberfläche verschwunden. Und als die Entwickler das erste Mal einen Nintendo DS in der zittrigen Hand hielten, wussten sie, dass ihr Projekt quasi wie für dieses System geschaffen ist. Gesagt, getan. Nun galt es, in Windeseile das Zeitreisespiel auf den kreativen Doppelbildschirmer umzumünzen, einige Verbesserungen einzubauen und es dann letztendlich auf die Öffentlichkeit loszulassen. Doch hat sich die lange Wartezeit gelohnt? Haben wir es mit einem innovativen, aus vergangenen Epochen gereisten Konzept zu tun oder verbirgt sich hinter diesem Modul nur ein verkapptes Game Boy-Spiel, für die heutige Müllpresse? Wir haben die edlen Chrono-Zwillinge und Zeitenwanderer auf ihre Tauglichkeit überprüft und verraten euch nachfolgend, was wir von diesem Titel halten.

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