Stress regiert die Welt! In einer Zeit, in der ständig alles schneller, besser und moderner sein muss, bleibt kaum noch Zeit, einfach mal inne zu halten und die Seele baumeln zu lassen. Für die kleinen, aber feinen Freuden im Leben verliert man schnell den Sinn; jeder ist seines Glückes eigener Schmied und Zeit für andere außer sich selbst aufzubringen, verlangt schon einen wahren Kraftakt. Na ja, ganz so schlimm ist es dann auch wieder nicht, doch wenn man sich anschaut, welche Art von Software seit geraumer Zeit für Nintendos innovativen Handhelden erscheint, kommt man schon ein wenig ins Grübeln. Gemeint sind hier die unzähligen Tiersimulationen, welche seit dem Erscheinen von Nintendogs Ende 2005 regelrecht sintflutartig über DS-Besitzer hereinbrechen. An der einen Ecke Catz und Hamsterz, an der anderen Pony Friends und Dolphin Island. Irgendwie ist es traurig und erfreulich zugleich, dass uns damit zahlreiche Entwickler die Möglichkeit bieten, ein kleines oder großes virtuelles Haustier zu umsorgen, pflegen, verhätscheln und bei zu viel Stress oder mangelnder Zeit einfach „auszuschalten“. Zwar wird immer wieder entgegen gehalten, dass solche Simulationen für Kinder mit einem ausgeprägtem Wunsch nach einem verschmusten Haustier die perfekte Gelegenheit böten, sich mit den Freuden und Pflichten eines Tierbesitzers auseinandersetzen und so schon einmal zu üben, was im realen Leben auf sie zukäme, doch eigentlich ist es auch sehr schade, dass viele sich bereits gar nicht mehr die Mühe machen, auf ein echtes Haustier zurückzugreifen und stattdessen lieber mit ihrem virtuellen Hündchen, Kätzchen oder Pferdchen auf Touchscreen-Jagd und Mikro-Hatz gehen.
Auch THQ schlägt mit in diese Kerbe ein und veröffentlicht mit Mein erstes Katzenbaby einen weiteren Tiersimulationstitel für den DS, der allein schon aufgrund des ultrasüßen Covers, von welchem 3 kleine, knuddelige Katzenbabys mit treuherzigem Blick in die Augen ihres zukünftigen Besitzers blicken, primär die Zielgruppe der jüngeren weiblichen Casual-Gamer ins Auge fasst. Ob sich allerdings eine Reise in die Welt der verspielten und tapsigen Felidae lohnt, wird der folgende Test eines jetzt schon gestressten Katzenpapas zeigen.