Noch vor einem Jahr wollten viele Menschen mit keinem etwas zutun haben, dessen Körper Federn, Flügel und Schnäbel zierten und Vogelliebhaber, „McChicken“-Fans und Entenzüchter waren gleichermaßen gezwungen, vor ihren Lieblingen Reißaus zu nehmen. Schuld war die berüchtigte Vogelgrippe, die sich thematisch in den Medien rasend schnell ausbreitete. Nun scheint sich der Wind jedoch gedreht zu haben und all die „Final Fantasy“-Freunde und insbesondere Entwickler Square Enix scheint sich mehr denn je auf ein gelbgefiedertes Vogelwesen zu konzentrieren, zumindest in seinen virtuellen RPG-Welten: der/die/das Chocobo!
Demnächst in ihrem eigenen Wii-Game zu bewundern, flattern die einstigen Reittiere schon jetzt auf dem Doppelbildschirm herum und präsentieren sich aufgeweckt, eigenständig und in bonbonbuntem Grafikgewand – der Rahmen dazu wird ihnen in „Final Fantasy Fables: Chocobo Tales“ geboten. Nicht nur Genrekennern fällt beim Betrachten der Verpackung sofort das kindgerechte Szenario, aber auch die interessante und meist positiv assoziierte Betitelung „Märchen“ auf… Können an dieser ungewöhnlichen Rollenspiel-Mixtur auch ältere Spieler Gefallen finden? Oder sind die Gameplay-Elemente gar zu kompliziert, als dass sie uneingeschränkt jüngeren Zockern empfehlen werden könnten?
Um uns ein klares Urteil zu verschaffen, haben sich jeweils ein relativ junger [Miroque] und ein etwas älterer [Phoenix] Redakteur zusammengesetzt und ein Endergebnis herausgearbeitet. Also los: Lehnt euch in euren Sessel, dämmt das Licht und schlagt gemeinsam mit uns die erste Seite eines großen, farbenfrohen Bilderbuchs auf…