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##titel:Die Hardware## Kaum zwei Wochen ist es noch hin, bis Nintendos brandneue Konsole mit dem schnittigen Namen Switch in den Händlerregalen steht. Da die große, offizielle Enthüllung der 330 Euro teuren Konsole erst ziemlich knapp vor dem geplanten Releasetermin am 3. März getätigt wurde, wird es sicherlich einige geben, die nicht ganz auf dem aktuellen Stand sind. Für genau diese Leute ist unser folgender Überblick. Wir erklären euch anhand aller vorab bekanntgegegebenen Informationen, was ihr im Lieferumfang der Konsole erwarten dürft, mit welchen Zubehör-Teilen sich eure Errungenschaft erweitern lässt, was für Spiele es zum Start gibt, wie die neuen online-Dienste aussehen und was die Zukunft hoffentlich bringen wird. Doch genug des Vorgeplänkels, schließlich sind das nicht gerade wenige Informationen, die wir euch hier aufbereitet haben! Stürzen wir uns also am besten direkt in…
Die Hardware
Wenn von der Nintendo Switch gesprochen wird, dann ist die Hardware ein ganz wichtiges Thema. Denn mit der Switch führt Nintendo ihren ersten Hybriden ins Feld, das heißt die Switch ist sowohl eine stationäre Heimkonsole als auch ein mobiler Handheld. Das erreicht Nintendo, indem die Konsole selbst eine Art Tablet darstellt, in dem die Rechenleistung steckt. Das Tablet besteht aus einem 6.2 Zoll großen LCD-Touch-Bildschirm, der eine Auflösung von 1280 x 720 und in der Regel 60 Bilder pro Sekunde darstellen kann. Links und rechts an der Switch können die beiden Joy-Cons eingerastet werden, dazu aber später mehr. Auf der Oberseite befindet sich ganz rechts der Einschub für die sogenannten Game Cards (im Deutschen „Softwarekarte“ oder „Modul“). Während andere Firmen wie Sony und Microsoft auf DVDs und Blu-rays setzen, verwendet Nintendo wieder Spielmodule, die es ähnlich auch schon für NES, SNES, GameBoy, N64, DS und 3DS – aber auch in Sonys PS Vita – gab. Links davon sitzt der Anschluss für Klinkenstecker, wie sie für Kopfhörer benötigt werden. Die können übrigens sowohl im TV-Mode, als auch im Tablet-Mode verwendet werden. Auch Bluetooth-Headsets werden unterstützt. Daneben liegen die oberen Lüftungsschlitze und auf der linken Seite die Lautstärkewippe wie man sie von den Smartphones her kennt sowie der Power-Button, um die Konsole ein- und auszuschalten. Besagte Lüftung soll übrigens nur im TV-Mode angeworfen werden. Im mobilen Setup regelt sich die das System nämlich auf etwa die Hälfte des Takts herunter und hält auf diesem Wege das Innenleben kühl. Dazu wird auch die Auflösung auf 720p herunterreguliert, was dem Bildschirm entspricht und hervorragend aussehen dürfte. Auf der unteren Seite befinden sich jeweils rechts und links zwei Lautsprecher und in der Mitte ein Helligkeitssensor, der den Bildschirm automatisch auf die aktuellen Lichtverhältnisse anpasst. Auf der Rückseite ist das ausklappbare Standbein angebracht, das unter sich einen microSD Kartenslot verbirgt, der bis zu 2 Terabyte große Speicherkarten im microSD-, microSDHC- oder microSDXC-Format lesen und beschreiben kann. Allerdings verzögert sich der Support von MicroSDXC-Karten auf ein Software-Update nach dem Release. In der unteren Mitte sitzt ein USB Connector vom Typ-C, dem neuesten Standard der USB-Technologie. Hiermit verbindet sich die Switch mit der Station und kann über ein Aufladekabel am Strom aufgeladen werden.

Im Inneren der Switch werkelt ein angepasstes System-on-a-Chip der Nvidia Tegra-Familie. Dieses System vereint die Recheneinheit (CPU), die Grafikeinheit (GPU) sowie Zwischenspeicher (RAM). Intern kann die Switch ohne Erweiterung durch eine SD-Karte bis zu 32 Gigabyte speichern, allerdings bleiben nach der Installation und dem ersten Update wahrscheinlich nur knapp 26 Gigabyte übrig. Die Switch wird von einer 4310 mAh-Batterie betrieben, die nicht ausgewechselt werden kann. Ohne Basisstation kann die Switch mehr als sechs Stunden durchhalten, laut Nintendo lassen sich mit einer vollen Aufladung drei Stunden The Legend of Zelda: Breath of the Wild am Stück spielen. In der Switch ist auch ein WLAN-Empfänger mit dem Standard IEEE 802.11ac verbaut, mit dem man sich einerseits mit dem Internet verbinden, aber auch lokal bis zu zehn Konsolen verbinden kann. Außerdem ist Bluetooth 4.1 verbaut, das die Kommunikation zwischen Controller und Konsole ermöglicht.
Spielt man am Fernseher, steckt die Switch in ihrer Station. Diese ist U-förmig, sodass die Konsole dort einfach eingeschoben werden kann. Sobald geschehen ist die Konsole mit dem Dock verbunden, und das Audio- und Videosignal wird wie von Zauberhand via HDMI-Kabel an den Fernseher weitergeleitet. Außerdem wird die Switch dort aufgeladen und dank einem USB 3.0 Port in der seitlichen Klappe sowie zwei USB 2.0 Ports außerhalb der Klappe können zusätzliche Geräte angeschlossen werden. Zusätzlich wird die Basisstation mit einem AC-Kabel mit Strom versorgt um unter anderem eine Auflösung bis zu 1080p (also 1080 vertikale Linien) mit 60 FPS ermöglicht. Dies unterstützt allerdings nicht jedes Spiel, The Legend of Zelda beispielsweise kann am Fernseher nur mit maximal 900 Pixeln mit 30 Frames pro Sekunde dargestellt werden.

Besonders interessant sind die Joy-Cons. Das sind zwei halbrunde Controllereinheiten, die an den Seiten der Switch eingerastet werden können. Auf dem linken Joy-Con sind vorne der L- und der Minus-Button, der linke drückbarer Analog-Stick, vier Richtungsknöpfe und der Aufnahme-Button verteilt. Auf der Rückseite liegt die ZL-Taste sowie der Entriegelungsknopf, mit dem der linke Controller von der Switch abgenommen werden kann. Auf der Seite befinden sich außerdem die SL- und SR-Buttons sowie einen Sync-Knopf und eine Spieleranzeige, die die Nummer des Spielers anzeigt. Der rechte Joy-Con beginnt vorne auch mit dem R- und dem Plus-Button. Danach folgen die Aktionsknöpfe (Nintendotypisch sind das X/Y/A/B), der rechte Analog-Stick, der ebenfalls drückbar ist und außerdem noch einen NFC-Leser und -Schreiber enthält, sowie der Home-Button. Hinten ist die ZR-Taste und der rechte Entrieglungsknopf platziert. Ganz unten befindet sich aber auch die Infrarot-Bewegungskamera, die den Abstand und die Form von Objekten erkennen kann. Beide Controller sind beide knapp 50 Gramm schwer und besitzen Bluetooth 3.0. Außerdem verfügen beide über HD-Vibration und jeweils über einen nicht entfernbaren 525 mAh Lithium-Ionen-Akku. Die Akkulaufzeit liegt bei 20 Stunden, die Aufladezeit bei 3,5 Stunden. Für jeden Controller gibt es eine Joy-Con-Handgelenkschlaufe, die neben der eigentlichen Schlaufe, auch über vergrößerte SL- und SR-Buttons verfügen.
Diese Controller können auf eine sogenannte Joy-Con-Grip (im Deutschen Joy-Con-Halterung) aufgesteckt werden. Diese ist in Form eines normalen Controllers gestaltet und zeigt auch die Spielernummer an. Einen richtigen Controller bietet Nintendo aber auch noch mit dem Pro-Controller an, dazu aber später mehr. Nintendo unterscheidet bei der Switch drei Modi: Im Handheld-Modus sind die Joy-Cons an ihren Schienen mit der Switch verbunden und kommunizieren über Bluetooth mit der Konsole. Gehalten wird sie dabei an den Controllern mit denen gleichzeitig gespielt wird. Aufgeladen wird die dann über das USB C-Kabel. Beim Tabletop-Modus wird die Halterung auf der Rückseite ausgeklappt um die gesamte Konsole dann auf den Tisch zu stellen und die Joy-Cons werden abgezogen. Geeignet ist dieser Modus für den Multiplayer z.B. in Mario Kart 8 Deluxe, da die Spieler sich dann die beiden Joy-Cons teilen und zusammen an einem Bildschirm spielen zu können. Im TV-Modus wird die Switch in den Dock gesteckt um dann auf dem angeschlossenen Fernseher zu spielen. ##neue_seite##
##titel:Das Launch-Lineup## Das Launch-Lineup
Die Hardware der Switch ist vielleicht nicht so revolutionär wie einst die Wii, stellt sie doch eigentlich „nur“ eine Weiterentwicklung des Wii U-Konzepts dar. Letztlich sorgt sie aber dafür, dass wir unsere Spiele, so wir sie nicht ohnehin am Fernseher zocken können, nicht nur auf der Couch, sondern auch überall sonst fortsetzen können – und genau dieser Fakt macht sie für viele doch zu einer Revolution, immerhin war eine Heimkonsole noch nie so portabel. Nintendos schon in wenigen Tagen erscheinender Hoffnungsträger schickt sich an, die Welt ein kleines bisschen zu verändern, und genau dieses Versprechen scheint angesichts der wohltuenden Kombination aus Joy-Cons und Tablet schon jetzt eingelöst worden zu sein. Doch reicht das Elixier, das Nintendo sich und den Spielern nun verabreichen wird, aus, um dem japanischen Traditionsunternehmen auf dem umkämpften Markt der Heimkonsolen neues Leben einzuhauchen? Das hängt natürlich vor allem von der spielbaren Software ab, denn mit dieser steht und fällt jede Hardware-Generation schließlich. Wir haben das spärliche Launch-Lineup für euch unter die Lupe genommen und verraten euch nun, was von den einzelnen Titel zu erwarten ist. Bringt ja auch nichts, so ganz ohne Spiele in eine neue Ära zu schreiten, oder? Nach der leichten Verschiebung von The Binding of Isaac: Afterbirth+ sind es zwar noch weniger Games, zwischen denen ihr euch am 3. März entscheiden dürft, doch selbst in dieser kleinen Auswahl offenbaren sich einem jede Menge kleinerer und größerer Perlen.

The Legend of Zelda: Breath of the Wild
Wohl der einzige Launchtitel, der die Einigkeit der Spieler für sich beanspruchen kann: The Legend of Zelda: Breath of the Wild erscheint einem schon jetzt wie ein Monument der Videospielhistorie, obwohl man die finale Fassung noch gar nicht bestaunen durfte. Zwar können gewisse Mängel bei einem solch umfangreichen Open World-Spektakel sicherlich nicht ausgeschlossen werden, nichtsdestotrotz macht Nintendos Software-Zugpferd (ein Schelm, wer nun an Epona denkt!) schon seit Monaten einen außergewöhnlichen Eindruck. Schon der besondere Grafikstil, der in seiner ganzen Farbenpracht schon fast an japanische Animationsfilme erinnert, löst in vielen Spielern Begeisterung aus. Ansonsten wird die Wildnis der weitläufigen Landschaften nicht nur von herrlichen Panoramen, sondern auch von Naturgeräuschen und einem sicherlich – wie sollte es bei Zelda auch anders sein – hinreißenden Soundtrack geprägt. Und wenn man über die Geräuschkulisse redet, dann darf man über die Sprachausgabe, die uns auch in deutscher Sprache beschert wird, sicherlich nicht schweigen! Aber auch abgesehen von den technischen Komponenten macht Nintendos vermeintliches Meisterwerk schon jetzt Lust auf mehr, denn die Andeutungen in puncto Story haben es absolut in sich. Zu Beginn der auf den Switch-Events spielbaren Version wacht Link nämlich nach exakt einhundert Jahren in einer Gruft auf, ohne sich an seine Vergangenheit erinnern zu können. Doch die Ereignisse prasseln scheinbar recht schnell auf den noch immer jungen Helden ein, schließlich treibt Ganon einmal mehr sein Unwesen. Nun zwar in neuem Gewand und als Calamity Ganon, doch noch immer erschüttert er das Königreich Hyrule mit seinen Schandtaten. All das Unheil führt, wie wir im opulenten Trailer von der Switch-Präsentation sehen konnten, zu einer dramatischen Zuspitzung der Ereignisse und sogar zu Gefühlsausbrüchen bei der sonst so bedächtigen Prinzessin Zelda. Allein die epische Story und die gigantische Spielwelt versprechen schon jetzt ein Höchstmaß an Umfang, doch können sich die euphorischen Fans bekanntlich auch über Nachschub in Form von DLC-Inhalten freuen. Was soll da noch schiefgehen? The Legend of Zelda: Breath of the Wild strahlt schon jetzt heller als die Sonne, lässt den Spielern das sprichwörtliche Wasser im Munde zusammenlaufen und könnte durchaus in die Riege der besten Spiele überhaupt vorstoßen. Der Pflichtkauf zum Launch!

Super Bomberman R
Neben The Legend of Zelda hat es eine weitere traditionsreiche Reihe ins Launch-Lineup der Switch geschafft – Bomberman. Konami verspricht mit Super Bomberman R eine Besinnung auf die Ursprünge und klassischen Tugenden der populären Spieleserie und will die Spieler natürlich vor allem mit dem Multiplayer-Modus, mit dem das Spiel steht und fällt, locken. Zwar soll es darüber hinaus noch einen Story-Modus geben, doch natürlich stehen die Mehrspieler-Bombardements für bis zu 8 Spieler klar im Vordergrund. Auch online darf man sich messen, weshalb man schon jetzt in freudiger Erwartung auf die hitzigen Gefechte, die da kommen mögen, sein darf. Betrachtet man jedoch allein die Technik, dann kommt schon jetzt ein wenig Ernüchterung auf, schließlich wird die Grafik modernen Standards nicht im Ansatz gerecht. Doch braucht es das hier wirklich, wenn das Spielprinzip im Grunde zeitlos ist? Bomberman war noch nie ein Spiel, das mit atemberaubenden Animationen oder glanzvollen Effekten punkten konnte, und doch bereitete es im Laufe der Jahre Millionen von Spielern große Freude. Auch zum Launch der Switch? Beurteilen können wir es noch nicht ganz, doch gehört Super Bomberman R insbesondere zum 33. Geburtstag der Reihe zu den interessanteren Launch-Titeln.

I am Setsuna
Ein RPG aus der Rollenspielschmiede schlechthin? Square Enix liefert zum Start der Switch zwar kein Final Fantasy oder Dragon Quest, mit I am Setsuna schafft es aber dennoch ein Rollenspiel der besonderen Art, uns den feierlichen Release von Nintendos neuer Konsole zu versüßen. Bereits im letzten Jahr sorgte der Titel auf der Playstation 4, der Playstation Vita und dem PC für Furore, und nun sollen uns sowohl zu Hause als auch unterwegs magische Momente beschert werden. Dabei erinnert das rundenbasierte Kampfsystem an frühe Final Fantasy-Spiele und Chrono Trigger, während die Geschichte mit ihrer klassischen Erzählweise punkten soll. Dabei erinnert I am Setsuna durchweg an vergangene Zeiten und dürfte insbesondere Liebhaber traditioneller japanischer Rollenspielkost zum Staunen verleiten. Und auch die Geschichte rund um Söldner Endir und ein junges Mädchen namens Setsuna, welches sich auf eine Pilgerreise begibt und sogar bereit ist sich zu opfern um das von Ungeheuern bedrohte Land vor dem Untergang zu bewahren, hat durchaus Potenzial. Zwar erscheint I am Setsuna hierzulande nur als reiner Download-Titel und es handelt sich auch nur um eine Portierung der PS4-Fassung, allerdings hat diese mit dem Temporal Battle Arena-DLC auch ein Extra im Gepäck. Malerische Landschaften, märchenhafte Erzählungen und schweißtreibende Gefechte dürften jedenfalls viele Spieler zum Kauf animieren.

1-2-Switch
1-2-Switch ist definitiv ein Titel, der viele Spieler schon nach seiner aufwändigen Ankündigung mit fragendem Blick zurückgelassen hat. Als Minispielsammlung im Paket mit der Konsole vielleicht ganz okay, mag sich manch einer denken, aber zum Vollpreis? Wirklich? Anders als seinerzeit Wii Sports seinerzeit muss 1-2-Switch nämlich separat erworben werden – und genau diese Tatsache teilt die Meinungen der Spieler in zwei Lager. Die einen sind regelrecht begeistert, weil sie sich vom Spiel eine unterhaltsame Einführung in den Switch-Kosmos und eine Möglichkeit, die Neuerungen der Hardware zu präsentieren, erhoffen. Die anderen würden nach einem Kauf eher ihre Zurechnungsfähigkeit infrage stellen. Und doch: 1-2-Switch nutzt die brandneuen Joy-Cons wie kein anderer Launch-Titel, sorgt mit seinen innovativen Minigames für gute Laune und dürfte die ein oder andere Party durchaus bereichern. Der Reiz an der Sache: Man sieht beim Spielen nicht etwa zum Bildschirm, sondern zu seinem Gegenspieler! In den Mann-gegen-Mann-Duellen kommen vor allem die Bewegungssensoren und die HD Rumble-Funktion zum Tragen, ein frisches und unverbrauchtes Spielerlebnis ist somit garantiert. Ob ihr lieber als Cowboys die Waffen ziehen, Kühe melken oder in die Rolle von Samurai schlüpfen wollt, bleibt euch dabei natürlich selbst überlassen. Ganz so, wie auch der Kauf eure eigene Entscheidung ist – wollt ihr für eine Minispielsammlung 50 Euro zahlen? Man darf gespannt sein, wie erfolgreich 1-2-Switch tatsächlich wird.

Just Dance 2017
Ja, auch Ubisoft beteiligt sich am Launch der Switch! Zwar ordnet sich Just Dance 2017 wie auch Super Bomberman R eher in die Kategorie Partykracher ein, doch auch diese Sparte will natürlich bedient werden. Just Dance 2017 kommt mit insgesamt 41 Songs daher, unter diesen befinden sich vorrangig Chartstürmer wie „Cheap Thrills“ von Sia Ft. Sean Paul und sogar „Sorry“ von Justin Bieber. Immerhin ist sogar Hatsune Miku mit von der Partie! Über Geschmack lässt sich bekanntlich (nicht) streiten, allerdings kommt es hier ja auch auf das Gameplay an: So konnten wir auf dem Switch-Event in München feststellen, dass die Tanzbewegungen perfekt erkannt werden – und das ist natürlich die Voraussetzung, wenn man ein Tanzspiel in der Tradition der erfolgreichen Vorgänger kreieren möchte. Was die Spielmodi angeht, so ist selbstredend der klassische „Just Dance”-Modus dabei, im „Dance Quest”-Modus hingegen gilt es, bestimmte Aufgaben zu bewältigen. In der sogenannten „Video Challenge“ lassen sich nicht nur Freunde, sondern sogar Spieler aus aller Welt herausfordern, doch der World Dance Floor stiehlt letztlich allen anderen Modi die Show: Hier ist es wie schon in den Vorgängern möglich, mit Spielern von der gesamten Erdkugel zu tanzen und sogar an besonderen Live-Events teilzunehmen. Schon jetzt ist bekannt, dass es Turniere geben wird, in denen sich in Kooperation mit anderen Tänzern gewisse Extras abstauben lassen. Auch vor dem Smartphone macht Just Dance 2017 nicht halt: Mit der Just Dance-Controller-App, die auch mit der Switch-Version kompatibel ist, lassen sich Tanz-Moves aufnehmen – und danach werden sie von der App sogar bewertet. Erwähnenswert ist aber auch der „Just Dance Machine“-Modus, in dem ihr tatsächlich von Aliens entführt werdet und tanzen müsst, um auf die Erde zurückzukehren. Just Dance 2017 ist sicherlich nicht für jedermann geeignet – diejenigen, die sich den rhythmischen Bewegungen allerdings zugeneigt fühlen, dürfen getrost zugreifen.

Skylanders Imaginators
Wer kennt sie nicht, die Skylanders-Reihe? Wer schon immer Spaß daran gefunden hat, eigene Skylander zu erstellen oder aber bereits fertige Skylander zu übernehmen, um gegen die Apokalypse anzukämpfen, der wird hier garantiert fündig! Natürlich steht eure Kreativität einmal mehr im Vordergrund, wenn es ans Basteln und Werkeln geht, aber auch die Geschichte ist wahrlich nicht von schlechten Eltern: Bösewicht Kaos hat sich nämlich die uralte Geist-Magie, eine mysteriöse Kraft, unter den Nagel gerissen, um sie nun für seine sinistren Pläne zu missbrauchen. So möchte er eine unaufhaltsame Armee von Doomlandern aufstellen. Nur die Portalmeister können seine finsteren Machenschaften noch stoppen, indem sie ihre eigenen Skylander, hier Imaginators genannt, ins Leben rufen. Und hier seid ihr gefragt: Ihr könnt nicht nur die Äußerlichkeiten der Skylander bestimmen, sondern auch über ihre Fähigkeiten und Kräfte entscheiden. Darüber hinaus werden langjährige Fans der Reihe belohnt, indem sie altbekannte Lieblingscharaktere wiedersehen dürfen, denn auch diese haben ihren Platz in der Geschichte gefunden. Wer sich eher nach frischem Blut sehnt, der wird mit den sogenannten Sensei überrascht – Meister von je einer von zehn Kampfklassen, die das Sky Chi einsetzen können. Die Sensei helfen euch unter anderem dabei, besondere Waffen für eure Imaginators freizuschalten. Komplettiert wird das Ganze von einem lokalen Mehrspielermodus. Veteranen sollten sich den Titel auf alle Fälle anschauen, während Neulinge erstmal antesten sollten. Möge der Kampf der Figuren beginnen!

Human Resource Machine
Auch die Puzzle-Fraktion darf zum Launch der Switch natürlich nicht leer ausgehen! Damit das nicht geschieht, schicken die Entwickler von Tomorrow Corporation Human Resource Machine ins Rennen. Zwar hat der originelle Titel eigentlich schon einige Jahre auf dem Buckel, zum Start einer neuen Konsole kann man die Altware aber durchaus nochmal aufwärmen! Erst recht, wenn ein Spiel so großen Anklang gefunden hat wie die Originalfassung für Microsoft Windows, OS X und die Wii U. Das dachten sich die Macher wahrscheinlich auch, zumal Human Resource Machine auch spielerisch einiges zu bieten hat: Es verschlägt euch in staubige Büroräume, wo ihr euren eigenen Mitarbeiter programmieren müsst, um knifflige Rätsel zu knacken! Euer Chef beauftragt euch immer wieder mit einer anderen Mission, die ihr durch Programmierung automatisieren müsst. Die Entwickler selbst bezeichnen die komplexe Büroarbeit gar als „Rätselspiel für Nerds“. Aber keine Sorge! Auch jene, die keinen blassen Schimmer vom Programmieren haben, dürften getrost zugreifen, da sich das Spielprinzip letztlich auf unterhaltsame Zahlenspiele beschränkt. Obacht, die Maschinen wollen euren Job! Das ist die Gefahr, die in Human Resource Machine lauert. Doch zulassen wollt ihr das nicht, oder? Fühlt ihr euch nun angesprochen, dann ist der Titel für euch reserviert.

Little Inferno
Die Tomorrow Corporation will’s wahrlich wissen! Anders ist nicht zu erklären, warum sie ihren gesamten Bestand direkt zum Launch der Switch auf eben diese portiert. Neben Human Resource Machine liefert man uns auch Little Inferno, also einen ebenfalls betagten Puzzler aus dem Indie-Bereich. Besonders erwähnenswert: Alle Titel, die Tomorrow Corporation zum Switch-Launch in den Ring wirft, wurden erstmals mit einem zusätzlichen Soundtrack-Modus ausgestattet, welcher es euch ermöglicht, die musikalischen Tiefen der Klangkulisse zu erforschen. Wie der Name des Spieles Little Inferno schon sagt, kommen hier vor allem Pyromanen auf ihre Kosten, denn es geht schlicht und ergreifend darum, brennbares Material in einen Kamin zu werfen. Dabei könnt ihr Gegenstände aller Art abfackeln – ganz gleich ob Toaster oder Lebensmittel, nichts ist vor euch sicher! Nur allzu verständlich, dass ihr dabei auch von Explosionen und sogar Giftwolken „geplagt“ werdet – aber ihr seid auch selbst schuld, wenn ihr schon gewissenlos zündelt! Allerdings bietet der virtuelle Kamin weitaus mehr, als lediglich das Feuer sprechen zu lassen: Liebevoll inszenierte Zwischensequenzen und charmante Dialoge komplettieren das Gesamtbild und liefern die eigentlichen Gründe dafür, warum man Little Inferno spielen sollte. Zwar sollte man keine allzu lange Spieldauer erwarten und auch von vielfältigem Gameplay kann keine Rede sein, Freunde von leidenschaftlich lodernden Arcade-Puzzlern sollten aber durchaus einen Blick riskieren.

World of Goo
Komplettiert wird der Rätselreigen von Tomorrow Corporation mit World of Goo, wobei der Titel eigentlich von 2D BOY entwickelt wurde und unser vielfach erwähntes Entwicklerstudio lediglich daran beteiligt war. Schon im Oktober 2008 kam das Spiel erstmals auf den Markt, konnte seitdem aber viele Erfolge feiern und wurde auf dem Independent Games Festival sogar mit Auszeichnungen belohnt. Anders als in Little Inferno bahnt euch nicht etwa das Feuer den Weg zum Ziel, hier stehen stattdessen Bälle im Mittelpunkt des Geschehens. Mit diesen muss der Spieler einen Weg zum Ende des jeweiligen Levels errichten, dabei aber die Physik beachten, da der Bau der notwendigen Konstrukte sonst nicht gelingt. World of Goo erstreckt sich dabei über immerhin vier Kapitel und einen Epilog, die einzelnen Spielabschnitte unterscheiden sich allerdings recht deutlich voneinander und verfolgen unterschiedliche Ansätze im Bezug auf die Optik und die spielerische Komponente. Das vielschichtige Spielprinzip erschließt sich dem Leser nicht allein durch Worte, da es einfach erlebt werden muss – für einen Puzzler vermittelt World of Goo nämlich ein wahrlich erhabenes Spielgefühl voller Tücken und Wunder. Kein Wunder ist allerdings das positive Echo von Spielern und Presse, wenn man auf die längst vergangenen Zeiten der Ursprungsfassung blickt. Wer zum Start der Switch also unbedingt rätseln möchte, der kommt um World of Goo eigentlich nicht herum. Definitiv der Indie-Titel, den man sich zu Beginn am ehesten anschauen sollte! ##neue_seite##
##titel:Der neue Nintendo-Online-Service## Der neue Nintendo-Online-Service
Auf der (noch) aktuellen Gerätegeneration von Nintendo, also dem (New) 3DS und der Wii U, haben wir ja bekanntermaßen das Nintendo Network. Dieses ermöglicht es im Großen und Ganzen, mit anderen Spielern online gegenein- oder miteinander Spaß zu haben. Das Nintendo Network hinkt technisch aber weit hinterher und hat schon vor Ewigkeiten den Anschluss zum PlayStation Network oder zu den Xbox Live-Diensten verloren. Dienste wie Party-Erstellung, ein richtiger Chat und andere Funktion ließen im Nintendo Network auf sich warten. Dies soll sich nun mit dem Release der Switch ändern. Passend dazu werden nämlich Nintendos neue Online-Services an den Start gehen. Diese versprechen viel, lassen aber auch noch viel offen. Womit man es nun aber wirklich zu tun hat, das zeigen wir euch im Folgenden!
Die Testphase bis zum Herbst
Mit dem Launch der Switch am 3. März wird auch der neue Dienst an den Start gehen, allerdings nicht in seiner finalen Form. Stattdessen startet man zunächst mit einer kostenlosen Testphase. Erst ab Herbst sollen alle angekündigten Features zur Verfügung stehen. Bis es soweit ist, geht im Prinzip alles weiter wie schon bei der Wii U oder dem 3DS, nur mit einer neuen Infrastruktur im Hintergrund. Man wird kostenlos online spielen und Spiele sowie Anwendungen aus dem eShop herunterladen können. Es wird es kostenlose Updates für das Switch-System selbst und die dazugehörige Software geben. Auch Freunde kann man wieder hinzufügen und verwalten. Außerdem wird es über eine separate App – vermutlich auf der Switch direkt und als Smartphone-App – diverse Einstellungen für Altersbeschränkungen geben. Damit läuft alles wie gehabt und jeder kann zunächst gratis alles nutzen, sofern er eine Switch und Spiele mit Online-Features besitzt.

Was passiert nach der Testphase?
Nun wird es spannend, denn zum ersten Mal in der Firmengeschichte berechnet Nintendo einen gewissen Betrag für die Nutzung der Online-Services. Ab Herbst wird also neuerdings ein jährlicher Obolus fällig. Wie hoch die Kosten genau sein werden, ist noch nicht zu 100 Prozent bekannt, der Preis soll sich aber im Bereich zwischen 16 und 25 Euro bewegen. Damit wäre man schon mal deutlich günstiger als die Konkurrenz von Sony oder Microsoft. Dafür gibt es aber auch noch einige Unklarheiten. Ist die Testphase vorbei, wird übrigens auch für das reine Spielen des Online-Multiplayers ein Mitgliedsbeitrag fällig. Außerdem erhalten zahlende Kunde Zugriff auf die neuen Funktionen des Netzwerkes.
In Zukunft wird es nämlich auch möglich sein, richtig mit seinen Freunden und Spielpartnern zu chatten, sich Termine zum Zocken zu erstellen und Gruppen zu kreieren. Sogar der gute alte Voice-Chat wird wieder seinen Weg in Nintendos Ökosystem finden. Nach aktuellem Wissensstand soll das aber ausschließlich über eine externe App für Smartphones und Tablets mit iOS oder Android geregelt werden. Ob die Dienste auch auf der Switch selbst zur Verfügung stehen werden, wissen wir noch nicht. Es wäre aber wirklich schade, da man so sonst Nutzer ohne diese Hilfsgeräte ausschließen würde. Außerdem könnte die Auslagerung sowohl einen Komfortgewinn, aber auch Komforteinbußen bedeuten. In der Testphase wird die App übrigens in einer abgespeckten Form gratis zur Verfügung stehen. Ob die App am 3. März direkt in den Appstores beziehbar sein wird, ist ebenfalls noch nicht klar.
Monatliche Spieledownloads
Ein Highlight und eine Enttäuschung zugleich wird zudem der monatliche Spieledownload sein. Ein Highlight, da man so etwas Ähnliches anbietet wie Sony mit den gratis PS Plus-Spielen und Microsoft mit seinen Games with Gold. Eine Enttäuschung, da es lediglich ein Titel sein wird. Soweit ja noch ok, bezahlt man doch immerhin etwas weniger als bei der Konkurrenz und man wird nicht so mit Software überschüttet. Allerdings erhält man zunächst „nur“ monatlich ein NES- oder SNES-Spiel. Hinzu kommt, dass man diese nur für den Aktionsmonat geliehen bekommt und nicht etwa permanent in seine digitale Spielebibliothek aufnehmen kann. Dafür sollen einige dieser Virtual Console-Titel aber um neue Online-Features erweitert worden sein. Wir gehen davon aus, dass man so das lokale Zocken an einer Retro-Konsole über das Internet abbildet.

Was gibt es sonst noch zu wissen?
Das Wichtigste wurde bereits oben beschrieben. Es ist aber auch noch wichtig zu erwähnen, dass Abonnenten des neuen Services auch exklusive Preisnachlässe im eShop bekommen werden. Bislang fielen solche Rabatte im eShop oder über My Nintendo eher mager aus. Bei PS Plus etwa erhält man Spiele teilweise massiv günstiger als der Rest der PlayStation-Nutzer. Orientiert sich Nintendo auch da wieder an der Konkurrenz, dürfte es endlich auch für Nintendo-Fans interessant werden – die Zukunft wird es zeigen. Übrigens wird sich der neue Dienst nicht auf das bestehende Nintendo Network auf Wii U und 3DS auswirken. Für den neuen Service wird ein Nintendo-Account aber nun endgültig zur Pflicht.
Soviel zu den bekannten Informationen. Einige Fragen wollen aber nach wie vor geklärt werden. Wir wünschen uns beispielsweise noch ein richtiges Achievement-System, optimalerweise sogar mit einer Art Platin-Trophäe. Das schafft nicht nur neue Anreize zum Weiterspielen, sondern wäre auch eine Art Buchführung über die Erfolge die man während des Spielens erlangt. Leider sieht es aktuellen Leaks zufolge eher nicht danach aus. Ebenfalls sehr lobenswert wäre eine Cloud für Screenshots und Speicherstände. So könnte man auf sich auf jeder beliebigen Switch einloggen und dort weiterspielen wo man aufgehört hat. Das würde sich gut mit dem neuen System für Spiele vertragen, diese sind nämlich nun endlich nicht mehr an eine Konsole, sondern nur noch an den Nintendo-Account gebunden. ##neue_seite##
##titel:Das wichtigste Zubehör## Das wichtigste Zubehör
Zwei Dinge zum Thema Zubehör sind gewiss: es ist optional, aber auch ziemlich hilfreich. Sicher kommt man zum Launch der Switch (oder später) auch gut mit der Grundausstattung der Konsole aus, jedoch sollte man bei der Anschaffung eines solchen Geräten auch stets noch ein paar Taler für wichtiges Zubehör parat haben. Wie im Hardware-Teil erwähnt, kommt die Switch ja mit einem paar Joy-Cons sowie den dazu passenden Handgelenkschlaufen daher. Damit sollte man erstmal zurechtkommen. Spätestens aber wenn es um den Multiplayer geht oder darum, die Nintendo Switch zu transportieren, kommt gutes Zubehör ins Spiel. Nachfolgenden möchten wir euch das elementarste Zubehör vorstellen, und sogar einen kleinen Einblick in Nice-to-Have-Gimmicks geben. Einen offiziellen Überblick aller wichtigen Artikel findet ihr mitsamt aller technischen Daten direkt auf Nintendos Infoseite.

Der Switch Pro Controller
Gleich zu Beginn erscheint mit The Legend of Zelda: Breath of the Wild ein richtiger „Core-Titel“, der zu stundenlangen Spielsessions einlädt. Dass man auf Dauer bequem mit den Joy-Cons zocken kann, bezweifeln wir aber aufgrund von Event-Erfahrungen. Dafür bietet sich aber der Switch Pro Controller perfekt an. Zwar hat das Gamepad auch dieses Mal keine analogen Trigger, dafür hat Nintendo aber erneut an der Ergonomie gewerkelt und selbst das vielfach beworbene HD-Rumble ist mit an Bord. Außerdem beherbergt der Pro Controller einen Gyrosensor für Bewegungserkennung und ein NFC-Feld für das Einlesen von amiibos. Das Design beschränkt sich auf ein dunkles Plastik, das aber coolerweise einen Einblick in das Innenleben zulässt. Mitgeliefert wird ein USB-Typ-C-Kabel zum Aufladen. Die Akkulaufzeit (bei 1300 mAh Kapazität) muss sich noch herausstellen, dürfte aber erwartungsgemäß mit 40 Stunden sehr lang ausfallen.
Der Switch Pro Controller wird am 3. März erscheinen und etwa 69,99 Euro kosten.

Die Joy-Cons
Wie schon erwähnt liegen der Konsole zwei Exemplare davon bei. Je nach Ausführung erstrahlen diese in den Farben Grau/Schwarz, oder Neonblau/Neonrot. Die kleinen Wunderwerke können an der Seite der Switch angeheftet oder einzeln in der Hand gehalten werden. Somit hat man quasi einen vollwertigen, aber zweigeteilten Controller. Mit an Bord sind hochpräzise Gyrosensoren sowie das neue HD-Rumble, welches sehr feinfühlig Vibrationen wiedergeben kann. Der linke Joy-Con trägt die Minus-Taste, den linken Analog-Stick, die Richtungstasten sowie den neue Aufnahmeknopf. Mit Letzterem lassen sich jederzeit Screenshots speichern und später sollen vielleicht sogar Gameplay-Aufnahmen möglich sein. Der rechte Joy-Con kann schon etwas mehr. Neben den restlichen Tasten findet dort der Home-Button platzt, sowie ein NFC-Leser für amiibos. An der Unterseite befindet sich außerdem ein kleiner Infrarotsensor, der Objekte in naher Umgebung scannen und erkennen kann – zum Beispiel den Mund, wenn man im Spiel 1-2-Switch um die Wette kaut.
Beide Cons haben außerdem zwei Schultertasten, wohlgemerkt aber keine Trigger. Hält man die Joy-Cons quer, dienen sie zusätzlich als Mini-Controller, mit denen sich beispielsweise unterwegs zu zweit Mario Kart 8 Deluxe auf einer Switch spielen lässt. Dazu sind im Bereich der Schiene zwei kleine „Ersatzschultertasten“ namens SL und SR platziert worden. Diese lassen sich aber mit großen Händen etwas schwer bedienen, weshalb wir die Nutzung mit den beiden mitgelieferten Handgelenkschlaufenschienen empfehlen. Der Akku der Joy-Cons beläuft sich auf eine Kapazität von 525 mAh und soll etwa 20 Stunden halten. Für die Zukunft plant Nintendo einen kostenpflichtigen Service zum professionellen Austausch der Akkus, sollte mal ein Defekt auftreten. Joy-Cons sind in den zum Konsolenbundle passenden Paaarungen erhältlich, es wird aber auch Sets mit zwei Blauen oder zwei Roten geben. Außerdem kann man die Joy-Cons L oder R auch als Einzelstück in allen Farben erwerben können.
Die Joy-Cons erscheinen a 3. März und ein Paar wird etwa 79,99 Euro kosten. Ein Einzelner wird 49,99 Euro kosten und kommt mit einer Trageschlaufe. Eine einzelne Schlaufe kostet 4,99 Euro.

Der Joy-Con-Grip und der Aufladegrip
Da die Joy-Cons ziemlich filigran geraten sind, bietet sich für lange Runden eher ein „richtiger“ Controller an. Wer aber nicht extra circa 70 Euro für den Pro Controller ausgeben mag, der kann sich aus den Joy-Cons und dem mitgelieferten Joy-Con-Grip einen Minicontroller zusammenbauen. Dazu steckt man die beiden Einzelteile in die Halterung und erhält so quasi einen etwas ergonomischeren Controller. Zwar kommt dieses Setup nicht an den Pro Controller heran, ist aber als Kompromiss eine gute Alternative. In der mitgelieferten Variante handelt es sich nur um eine passive Halterung. Es gibt aber auch eine Version mit einem USB-Anschluss. Steckt man beim Zocken ein Kabel an, laden sich so die Joy-Cons auf. Einen eigenen Akku besitzt die Aufladehalterung aber nicht.
Der Joy-Con-Grip liegt der Konsole bereits bei. Die fast gleiche Aufladehalterung erscheint am 3. März und kostet etwa 29,99 Euro.
Die Speicherkarte
Diese ist zwar nicht offiziell von Nintendo, wird jedoch dringend empfohlen da der interne Speicher der Switch nur 32GB misst. Aus Leaks erfuhr man, dass dem Nutzer bei Inbetriebnahme etwa 26 Gigabyte frei zur Verfügung stehen. Installiert man ein Zelda mit etwa 14 Gigabyte, kann man sich schnell ausrechnen, wie lange der Speicher halten wird. Darum raten wir zum Kauf einer großen Speicherweiterung. Die Switch unterstützt dafür das microSD-Format und kann wohl bis zu 2 Terabyte große Karten verwalten. Handelsübliche sind derzeit microSDXC-Karten mit 64 Gigabyte (ca. 15 Euro) und 128 Gigabyte (ca. 35 Euro). Technisch machbar sind derzeit maximal 512 Gigabyte, diese sind aber exorbitant teuer und daher momentan nicht zu empfehlen.

Und sonst so?
Nun, da gibt es einiges! Wer seine Switch unterwegs dabei haben möchte, der sollte dringend über die Anschaffung einer Tasche nachdenken. Die offizielle Nintendo-Tasche bietet dank Hartschale guten Schutz und Innenfächer für Cartridges sowie andere Kleinigkeiten wie etwa ein Putztuch. Für 19,99 Euro bekommt man derzeit besagte Tasche mitsamt einer Schutzfolie. Letztere ist übrigens sinnvoll, da man eine große Bildschirmfläche hat und man das Gerät nicht mehr einfach so zusammenklappen kann, wie es bei 3DS der Fall ist. Für Spieler mit instabilem WLAN oder schlechter WLAN-Abdeckung gibt es außerdem einen lizensierten LAN-Adapter von Hori. Dieser kostet 29,99 Euro und schleift das Internetsignal aus dem LAN-Kabel über die USB-Buchse der Switch-Station ins System und zurück. Der Adapter erscheint allerdings erst am 19. März.
Weiterhin wird es, passend zum Release von Mario Kart 8 Deluxe am 28. April, ein 2er-Set Lenkräder geben, in die man jeweils einen Joy-Con einlegt. Der Preis beläuft sich auf 14,99 Euro. Damit wären auch schon die wichtigsten Zubehörteile für die Nintendo Switch abgedeckt. Natürlich gibt es aber noch allerlei anderen Krams den man kaufen kann. Speziell von Lizenzhersteller Hori wird es einiges geben, wie etwa Boxen für Spielmodule, Schutzhüllen für Joy-Cons und anderen Schnickschnack. Auch wird es für das neue Zelda einen frischen Satz amiibos geben. ##neue_seite##
##titel:Der Ausblick auf die Zukunft## Der Ausblick auf die Zukunft
Mit den Launch-Titeln mag man vielleicht die ersten Tage herumkriegen können, doch irgendwann muss Nachschub her. Laut Nintendo werkeln derzeit diverse Spielehersteller an über 80 Games, die früher oder später auf der Konsole landen sollen. Alleine in diesem Jahr bietet sich glücklicherweise noch reichlich an, auch wenn es sich in gewissen Teilen auch um „Altware“ handelt. So dürfen wir aller Voraussicht nach noch im März mit einer Switch-Umsetzung des Kickstarter-Erfolgs Shovel Knight rechnen, die dann gleich in der neuen – und leider auch etwas teureren – Treasure Trove-Edition erscheint. Dabei handelt es sich um das selbe Komplettpaket, das bisherige Käufer erhalten, die geplanten vier Kampagnen sollen allerdings auch separat verfügbar sein. Von diesen geht übrigens nach bisheriger Planung zeitgleich Shovel Knight: Specter of Torment an den Start, die auf Switch ein klein wenig früher starten soll als auf anderen Plattformen. Weiteres Indie-Futter wartet dann auch noch Ende März auf Switch-Nutzer, denn am 28. März schlägt Has-Been Heroes auf der Konsole ein, während sich der Knobel-Plattformer Snake Pass am 29. März in den eShop schlängelt. Was ihr euch übrigens unbedingt vormerken solltet: Vom 24. bis 26. März läuft die Splatoon 2 Testfire Demo, bei der ihr noch vor dem Spielrelease im Sommer ein paar kleine Proberunden ausfechten dürft. Die genauen Uhrzeiten der Veranstaltung findet ihr hier.

Wer seine Spiele lieber etwas größer mag, sollte sich Ende April vormerken. Vor allem Freunde gepflegter Multiplayer-Kost kommen hier voll auf ihre Kosten, denn Mario Kart 8 Deluxe wird wohl am 28. April die Online-Server so richtig zum Rauchen bringen – ein willkommener Stress-Test für die geplanten Online-Dienste, auch wenn die kunterbunte Raserei natürlich noch viel vom Wii U-Original übernehmen dürfte. Nicht minder farbenfroh und doch ungleich japanischer gibt sich hingegen Puyo Puyo Tetris, das gleich zwei große Puzzle-Klassiker zu einem wohligen Paket verschnürt und endlich mal wieder Segas eher nischige Knobel-Reihe mit Titelrolle in westliche Gefilde bringt. Dank zahlreicher Versus-Varianten, bei denen ihr aus diversen Tetris-, Puyo Puyo– und sogar ein paar Mix-Modi wählen dürft, wird euch hier definitiv nicht so schnell langweilig. Und dank der Portabilität der Konsole könnt ihr das fesselnde Spielchen auch immer mal kurz in Bus und Bahn einwerfen. Fans durchgeknallter Strategie-Kost mit einem gewaltigen Schuss japanischem Humor sollten Disgaea 5 Complete am 23. Mai im Auge behalten. Die Switch-Umsetzung bringt nämlich neben dem ohnehin schon extrem umfangreichen Content des PS4-Originals auch sämtliche DLC-Zusätze und damit eine ganze Staffel Bonus-Charaktere sowie einige Extra-Szenarien mit sich. Außerdem lässt Warner Bros. den ehemaligen Wii U-Exklusivtitel LEGO City Undercover wieder aufleben und kredenzt uns eine gelungene Persiflage auf zahlreiche bekannte Krimis – und womöglich nimmt sich die neue Version sogar den teils ziemlich ausufernden Ladezeiten der Vorlage an.
Zugegeben, eine wirkliche Software-Flut sieht anders aus. Dennoch finden sich allein für das laufende Jahr schon jetzt zahlreiche größere Spiele in der Mache, mit denen wir uns bis Ende des Jahres vergnügen dürfen. Neben weiterer Aufwärmware wie The Elder Scrolls: Skyrim im Herbst oder Dragon Ball Xenoverse 2, für das es leider noch keinen engeren Releasezeitraum gibt, hat Nintendo allein noch zwei heiße Eisen im Feuer. So steigt diesen Herbst die Fire Emblem-Truppe erneut aufs Schlachtfeld, um sich in Fire Emblem Warriors ganz dem großflächigen Krieg nach Dynasty Warriors-Manier hinzugeben. Wenn das mehr als gelungene Hyrule Warriors ein Indikator für die mögliche Qualität des Spinoffs ist, dann haben wir definitiv einen potentiellen Knaller mit Langzeitspaß am Horizont! Für die Allgemeinheit jedoch sicherlich ungemein spannender dürfte Super Mario Odyssey sein, das uns den Winter – und hoffentlich damit auch Weihnachten – versüßen soll. Der erste Trailer machte bereits einen erstklassigen Eindruck und präsentierte gewohnte Mario-Kost in teils so gar nicht gewohnten Umgebungen. An frischen Ideen sollte es hier also eigentlich nicht mangeln!

Tja, und sonst? Da gäbe es noch eine ganze Liste voller noch nicht näher eingegrenzter 2017-Titel wie Rayman Legends: Definitive Edition, Oceanhorn: Monsters of the Uncharted Seas, Ultra Street Fighter II: The Final Challengers und womöglich auch Yooka-Laylee. Die etwas fernere Zukunft winkt sogar schon mit einem neuen Ableger der Shin Megami Tensei-Reihe sowie dem nächsten Fire Emblem-Hauptspiel, das derzeit für Nintendo Switch in Entwicklung ist. Jetzt mag der Releasekalender derzeit noch etwas ernüchternd aussehen und angesichts der ganzen bereits von anderen Systemen bekannten Spiele eher halbgar wirken, doch das Jahr hat bekanntlich erst angefangen und es ist kaum mehr als einen Monat her, dass Nintendo endlich in Sachen Switch Tacheles redete. Dass gerade bei Big N eher kurzfristige Ankündigungen an der Tagesordnung sind, sollte allein durch dieses Ereignis klar geworden sein. Insofern zweifeln wir nicht daran, dass das Haus von Mario noch so einige Überraschungen in petto hat und uns diese im Laufe des Jahres kredenzt. Und bei aller Liebe zum Hype: Nötig wäre das tatsächlich, denn andernfalls sieht die Zukunft der Konsole zwar nicht unbedingt miserabel aus, allerdings bleibt fraglich, ob sich das schmucke Gerät einen Platz in der zockenden Gesellschaft verdienen kann.