Und auch heute geht die Diskussion über Gewalt in Videospielen weiter. Auch folgende Meldung möchten wir euch nicht vorenthalten:
Nachdem die Diskussion in den Medien zu eskalieren drohte hat sich nun auch die Erfurter Polizei gegenüber der Financial Times zu Wort gemeldet: Es gebe keinerlei Belege dafür, dass der Amoklauf im Gutenberg-Gymnasium den Szenarien von Computerspielen gefolgt habe. Die Spiele, die bei Robert Steinhäuser sichergestellt wurden, überschritten nicht ein „übliches Maß an Gewaltdarstellung“.
Weiter sagt Polizeisprecher Detlef Kasch: „Den Tathergang im Gymnasium könnte man auch aus jedem Trickfilm ableiten.“.
Unterdessen hat sich auch Hermann Achilles (Foto), den Geschäftsführer des Verbands der Unterhaltungssoftware gegenüber n-tv in einem Interview zu den Vorwürfen geäußert: „Ungerechtfertigt ist sicherlich jede polemische Vorverurteilung und eine unsachgemäße Darstellung der Computer- und Videospiele insgesamt.“ Bei Shootern handele es sich insgesamt um etwa drei Prozent des gesamten Angebotes. Der Anteil dieses Genres am Gesamtabsatz liege etwa bei fünf bis sechs Prozent.
Auch zu den Jugendschutzmaßnahmen äußert sich Achilles: „Mitglieder des Verbandes lassen seit über acht Jahren ihre Produkte freiwillig durch die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle, kurz USK, vor der Veröffentlichung auf jugendgefährdende Inhalte prüfen. Sie haben sich freiwillig verpflichtet, eine von der USK ausgesprochene Altersempfehlung klar sichtbar auf dem Produkt anzubringen, und kommen dieser Verpflichtung nach. Das hat dazu geführt, dass nahezu 99,99 Prozent des Angebotes diesbezüglich mit entsprechenden Kennzeichen versehen sind.“