Im Test: Phoenix Wright – Ace Attorney 2: Justice For All

Es war einmal ein deutscher Privatsender der sich nach Digimon, Pokémon und Sailor Moon dachte: Lasst uns doch einmal einen gescheiten Anime im deutschen Nachmittagsprogramm bringen. Und sie taten es. Zum Glück. Fortan saß ich nun jeden Tag, an dem es mir möglich war vor der Glotze und schaute „Detektiv Conan“. Gebannt verfolgte ich, wie der kleine Conan Edogawa Fälle löste, die kein normaler Mensch je entschlüsseln könnte. Schlicht abstruse Tathergänge standen im Kontrast zu noch viel merkwürdigeren Mordideen. Wie das leider so ist, zogen andere Sender nach. Inzwischen kam das halbe deutsche Privatfernsehen auf mörderische Gedanken und die Gerichtsshows wurden geboren. Das Genre der Kriminalsendungen bekam einen schlechten Ruf, sieht man mal vom Tatort ab, der einen kleinen Lausebub wohl kaum interessiert.

Während aus Amerika das göttliche „CSI“ zu uns überschwappte, waren die Japaner (wie allzu oft) schon wieder zwei Schritte weiter. Nach einer „Digital Graphic Novel“ zum Horrorgame Silent Hill (!) und abstrusen Simulationen wie „Let’s Build A School“ oder „I’m An Air-Traffic Controller“ für den GameBoy Avance kam Capcom auf die Idee das Spiel „Giyaku Saiban“ zu kreieren. Ein Text-Adventure mit Rätseleinlagen und einem Strafverteidiger mit Namen Phoenix Wright in der Hauptrolle. Ta-Daa: Gerichtssimulation!

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