In Zeiten des technischen Fortschritts finden sämtliche Termine, Adressen, wichtige Ereignisse und aufgeschnappte Informationen größtenteils im trendangebenden Handy Platz. Menschliche Exemplare, die stattdessen in klassischer Manier zu Stift und Notizbuch greifen, sind inzwischen kaum noch anzutreffen…
Einer dieser Exoten wäre aber beispielsweise Light Yagami, seines Zeichens Hauptcharakter der japanischen Manga-Serie „Death Note“, junger Schüler und gleichzeitig zufälliger Besitzer eines mit böser Magie gefüllten Notizbuches. Welche Tücken diesem Papierbündel innewohnen, wird dem Leser von Shinigami (übersetzt soviel wie „Todesgott“) Ryukuu verraten: Schreibt man dort den Namen einer Person hinein, von der sowohl Gesicht als auch richtiger Name genau bekannt sind, stirbt das Opfer binnen 40 Sekunden an einem Herzinfarkt. Die Todesursache kann außerdem innerhalb dieser Zeit beliebig verändert werden, wenn man sie im Notizbuch formuliert.
Unter dem Codenamen Kira macht sich Light diese Macht nun zu Nutze, um die Welt durch Tötung von Kriminellen zu verbessern – ein gefährliches und von mysteriösen Personen begleitetes Unterfangen.
Das Ganze ist nicht nur ein geeignetes Szenario, um eine erwachsene und spannungsgeladene Storyline daraus zu spinnen, sondern auch eine Möglichkeit für die Neuentwicklung eines DS-Titels, der fortan die Bezeichnung „Death Note: Kira Game“ trägt. Das in 11 Kapitel unterteilte Spiel greift vor allem Adventure-Elemente auf, da man mit anderen Menschen kommunizieren und Beweise aufspüren muss – genauere Fakten bezüglich des Gameplays liegen uns nicht vor, die ersten optischen Eindrücke versprechen aber genügend Potential für eine interessante Handheld-Umsetzung.
Wir vermerken uns den 15. Februar als japanischen Erscheinungstermin in unserem Notizbuch und setzen hinter die mögliche europäische Version vorerst ein
Bleistift-Fragezeichen. Da zumindest der Manga auch in Deutschland veröffentlicht wurde, halten wir aber jederzeit einen Radiergummi bereit.
—Notizbuch—
Memo an mich selbst: Radiergummi nicht immer an unbefugte Personen verleihen…