Was wäre eine aufregende Partie American Football ohne die passenden Cheerleader? Was all die Bundesliga-Derbies ohne ihre Fanblöcke? Und was wären Eishockey-Spiele ohne die Schlachtrufe aus dem aufgeheizten Publikum…? Richtig: Sie wären um einiges leiser.
Allerdings gehören Anfeuerungstruppen unbedingt zu jedem sportlichen Event dazu – Insbesondere Cheerleading wird inzwischen nicht nur in Amerika groß geschrieben (z.B. beim Baseball). Und dass dieses Privileg heutzutage längst nicht nur mit Pompons bewaffneten Mädels in kurzen Röcken zusteht, dürfte Ungläubigen spätestens seit dem japanischen DS-Spiel „Osu! Tatakae! Ouendan!“ aufgefallen sein.
Dort übernahm der Spieler nämlich das Kommando über drei verrückt anmutende, männliche Cheerleader und beeinflusste mit richtigem Taktgefühl und Styluskontrolle die typisch japanische Handlungsgeschichte…
Um dem westlichen Markt dieses Spielkonzept schmackhaft zu machen, tauschte man kurzerhand den gewöhnungsbedürftigen J-Pop gegen rhythmische Gitarrenklänge aus und passte auch Story und Optik dementsprechend an. Schlussendlich stellte man glücklich fest: Das Musikspiel „Elite Beat Agents“ ward geboren!
Einen etwas abnormen Charakter des Titels kann man allerdings auch nach der US-Mutation nicht leugnen, zumal die Story immer noch einem Retro-Comic und die Hauptcharaktere einer Comedy-Sendung entsprungen sein könnten.
Wer an dem innovativen Prinzip des Button-Berührens und der virtuellen Tanzeinlagen von schwarz gekleideten Männern Gefallen finden kann, sollte sich aber die beiden neuen Videos im Quelllink nicht entgehen lassen, die unsere Kollegen IGN unlängst zur Schau stellten. Außerdem findet ihr unter dem zweiten Screenshot noch eine Ablichtung einer japanischen DS-Donwnloadstation – Für die dort lebende Zockergemeinde stellte man nämlich eine Demoversion der „Beat Agents“ zur Verfügung.
Lernen mit PlanetDS:
Bis zum 20. Jahrhundert war Cheerleading ein reiner Männersport, Frauen waren damals noch nicht zugelassen. Seinen Ursprung fand der Anfeuerungswahnsinn etwa 1898 an der University of Minnesota in den USA.