Neues zu Castlevania: Portrait of Ruin

Wusstet ihr, dass 1997 in Rumänien eine Scheidung ausgesprochen wurde, weil die Frau angeblich eine Hexe und ein „energetischer Vampir“ war, welche ihrem Ehemann die sexuelle Energie raubte…?
Oder dass 1913 Menschen in Preußen der Prozess gemacht wurde, weil diese aus Furcht vor Vampiren Leichen ausgegraben und geköpft hatten? Schon spannende Geschichten… Wir möchten bei diesen Schauermärchen aber gar nicht weiter ins Detail gehen oder deren Wahrheitsgehalt überprüfen (zumal uns dafür einfach die Zeit fehlt), sondern halten uns lieber an die knallharten Fakten und überlassen den dafür zuständigen Vampirjägern die praktische Arbeit.

Die sind nämlich ab dem 16. November wieder im Land der aufgehenden Sonne unterwegs und dürfen sich abermals durch Horden gefräßiger Monstern und Dämonen metzeln, Tränke schlucken, Lampen zerdeppern und beeindruckende Endbosse verprügeln. Noch von den blauen Flecken seines letzten Abenteuers geplagt, lässt Soma Cruz seine Waffen diesmal aber stecken und macht Platz für das hochmotivierte Duo Jonathan Morris (Sohn von John Morris, welcher im Mega-Drive-Titel „Castlevania: Bloodlines“ in Aktion trat) und Charlotte Orlean.

Als Setting wird die düstere Zeit des 2. Weltkriegs herhalten und Schauplatz ist traditionell wieder ein uraltes Schloss, indem der Spieler auf einen (logischerweise bösen) Teufelsmaler trifft. Der dämonische Künstler möchte Draculas alte Bude einmal gründlich neu renovieren und fertigt deshalb Gemälde an, die gleichzeitig die unterschiedlichsten Level darstellen. Statt Pinsel und Farbpalette nehmen unsere Helden in diesen wortwörtlich „malerischen“ Regionen allerlei Waffen in die Hand bzw. Zaubersprüche in den Mund, sodass vom Spieler durchweg eine exzellentes Teamwork verlangt wird – Schließlich lassen sich die Schlachten mit den kreativ entworfenen Gegnern und die Kopfnüsse während den durchdachten Schalterrätseln nur in enger Zusammenarbeit der beiden Hobby-Vampirjäger durchstehen. Hand in Hand wird auch per Wifi gezockt, da durch Koji Iga Igarashi bereits ein Kooperationsmodus und die Möglichkeit, mit allerlei wertvollem Krams zu handeln, angekündigt wurde.

Wer das alles schon wusste, für den sind vielleicht diese neuen Bilder zu „Castlevania: Portrait of Ruin“ sehenswert, die kürzlich in der japanischen Spielezeitschrift Famitsu aufgetaucht sind. Ergänzend dazu haben wir noch ein paar bewegte Szenen aus der Demoversion mit drauf gelegt, die in technischer Hinsicht dem DS-Erstling bereits jetzt das Weihwasser reichen, wenn ihn nicht sogar schon damit überschütten können.

Auch auf der diesjährigen „Games Convention“ in Leipzig zeigt sich die Castlevaniareihe allem Anschein nach wieder zuschauerfreundlich: Das FILMharmonic Orchester Prag mit Chor wird am Abend des 23. Augusts unter der Leitung von Andy Brick u.a. die schaurigschöne Komposition „Curse in Drakness“ aus den beliebten Action-Adventures rund um Dracula und Konsorten spielen.
Als Ehrengast ist außerdem die Komponistin Michiru Yamane Vorort und wird es sich nicht nehmen lassen, den wunderschönen Titel „Wood Carving Partita“ aus dem Meilenstein „Symphony of the Night“ selbst auf dem Cembalo vorzutragen.
Nach dem Eröffnungskonzert wird sich die Komponistin dann geduldig den Autogrammwünschen der zahlreichen Besucher widmen. Wer allerdings jetzt noch keine Eintrittskarte für den musikalischen Abend besitzt, dürfte in die Röhre schauen: Das Konzert ist bis auf den letzten Klappstuhl komplett ausverkauft.

Weiterhin wird Michiru Yamane mit dem Soundtrack von „Castlevania: Portrait of Ruin“ auf sich aufmerksam machen, der auf der Games Convention persönlich von ihr vorgestellt wird.

Unsere unerschrockenen Frontmänner tummeln sich auch weiterhin auf den düstersten Friedhöfen der monsterverseuchtesten Orte der Welt und graben für euch nach weiteren Informationen zur neuen DS-Vampirjagd. Hoffen wir nur, dass sie keinem besonders durstigen Blutsauer begegnen, der ihnen die sexuelle Energie raubt… Wäre doch schade, oder…?

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