Die E3 am Ende?

Natürlich erinnert man sich noch an den Mai dieses Jahres? Die E3, der Welt größte Spielemesse, ging wieder einmal über die Bühne, und für alle Spiele-Interessierten war die Spannung natürlich groß, da viele Publisher erstmals die Karten auf den Tisch legten. Doch mit solch einer Veranstaltung soll womöglich bald Schluss sein.

Wie Next-Gen.biz schreibt, könnte die diesjährige E3 die letzte gewesen sein – zumindest die nächste und die in naher Zukunft sollen so nicht mehr von Statten gehen.

Die Veranstaltung der Entertainment Software Association (ESA) war seit Mitte der 90er-Jahre ein festes Standbein der Industrie. Trotzdem wurde zu verstehen gegeben, dass sich für die großen Aussteller der Aufwand im Vergleich zur Medienpräsenz nicht lohnt. Große Publisher sind der Meinung, dass die aufgewändeten Millionen in Firmen-eigenen Anlässen wesentlich besser in Szene gesetzt werden können, als an grossen Industrie-Veranstaltungen. Nahe stehende Quellen liessen verlauten, dass ein paar der grösseren Aussteller, die sich zurückziehen, eine unverzügliche Sitzung mit Geschäftsführern anderer Publisher angeordnet haben. Sie entschieden, dass es ohne Unterstützung der ganz großen Publisher und Hardware-Hersteller keinen Sinn gebe, weiterzumachen.

Doug Lowenstein, der Präsident der ESA, soll innerhalb der nächsten 48 Stunden (wahrscheinlich noch heute Montag) die Nachricht offiziell verbreiten. Es ist wahrscheinlich, dass die ESA im Mai einen kleineren Event auf die Beine stellt, um den Schaden zu limitieren – womöglich mit dem E3-Logo, aber mehr als ein Schatten seiner selbst dürfte es wohl nicht werden. Die Tage, an denen ein Videospielfan auf einen mit Millionen von Dollern inszenierten Anlass hinfiebern, scheinen nun also gezählt.

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