In einem Interview mit der amerikanischen Zeitschrift Electronic Gaming Monthly hat sich George Harrisson, Vice President bei Nintendo of America, unter anderm auch zu Nintendos Plänen für die Zukunft des Gameboys geäußert. So gibt er zu, dass man bislang das Potential des Connectivity-Features zwischen GBA und Gamecube bei weitem nicht ausgereizt hätte. In der Zukunft wird die Connectivity aber weiterhin eine Rolle spielen, v.a. da laut Harrisson sicher auch Sonys PSP auf die Verbindung mit der Playstation setzen wird. Die Connectivity habe durchaus Potential, allerdings hätten bisher nur wenige Entwickler dieses ausgereizt und die Kundennachfrage wäre dementsprechend nicht so hoch.
Die kommende Konkurrenz durch die PlaystationPortable werde man ernst nehmen. Bislang habe man durch die große Anzahl der verfügbaren Spieltitel und auch den Launch des anspruchsvoller aussehenden GBA SP den Handheld-Markt unter Kontrolle. Beim Gameboy sei Nintendo allerdings ständig am experimentieren – so habe man auch Jahre vor dem GBA SP bereits an beleuchteten Displays für den Gameboy gearbeitet – und man habe derzeit viele Dinge in Entwicklung.
Weiter gab Harrisson von sich, dass man noch vor der Veröffentlichung der PSP einige Innovationen für den Gameboy sehen werde. Der Wireless Adapter von Motorola, der mit den kommenden Pokémon-Spielen (Rot/Blau) erscheinen werden wird, und Video-Erweiterungen werden dabei 2004 wohl die wichtigsten Erweiterungen sein. Letztendlich wollte Harrisson aber keine Auskünft darüber geben, ob man im kommenden Konkurrenzkampf nur auf Erweiterung und Verbesserung des GBA (SP) setzen oder doch ein neues Handheld-System einführen wolle. Über den Termin für den nächsten Gameboy darf also weiterhin fröhlich spekuliert und gerätselt werden….