Stellungnahme von Lik Sang

Nachdem sie vor Gericht gegen Nintendo verloren haben und an Nintendo 640,000$ Schadensersatz zahlen mussten, hat sich Lik Sang – Vertreter Alex Kampl enttäuscht über das Urteil geäußert.

Die Zusammenfassung des Rechtsspruchs basierte auf Paragraph 273 der Hongkonger Urheberrechtsverordnung, ‚Umgehung von Kopierschutz‘.„, so Kampl. „In den Game Boy Advance – Modulen existiert aber gar kein Kopierschutz. Der Richter zog keinen Spezialisten oder wenigstens die Meinung eines Dritten hinzu–er nahm es nach den Erklärungen Nintendos einfach als erwiesen hin, dass es Kopierschutz gibt. (…)
Ich bin nicht gerade froh über den Verlauf, den die Dinge im Moment nehmen. (…)Wieder muss ich betonen, dass genau die attackierte Hardware von Tausenden Hobby-Benutzern und sogar professionellen Entwicklern für legale Zwecke eingesetzt wird. Sehr peinlich für Nintendo — sogar der große Publisher, der das Originalspiel hergestellt hat, welches vor Gericht zu Demonstrationszwecken verwendet wurde, kaufte für Betatests hunderte Flash Cartridges von meiner Firma. (…)
Die Produkte, die ich verkauft habe, umgehen keinen Kopierschutz, ebensowenig wie eine Floppy Disk und eine 3.5 Zoll Disk. Tatsächlich gibt es ja gar keinen Kopierschutz, wie in der Spieleindustrie allgemein bekannt.
Ich verstehe Nintendos Kampf gegen die Piraterie völlig, doch ich glaube, sie visieren die falschen Ziele an. (…) Nintendo muss nicht mehr beweisen, dass man ein Pirat ist — man nimmt einfach an, Sie alle sind Piraten, nur weil Sie die technischen Möglichkeiten für Kopien haben.“

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