Iwata spricht über Download-Versionen

Dass Spiele, die via eShop heruntergeladen werden, in Sachen Herstellungskosten und Vertrieb wesentlich kostengünstiger sind als ihre Pendants in Modul-Form, sollte niemandem verborgen geblieben sein. Klare Sache, denn der Publisher, in diesem Fall Nintendo, muss nicht für Verpackungskosten, Lagergebühren und andere Aufwendungen zahlen. Rein inhaltlich sind die Download-Titel natürlich identisch mit den Retail-Versionen, doch darf dennoch die Frage nach der Verhältnismäßigkeit gestellt werden, wenn das jeweilige Unternehmen die entsprechenden Einsparungen der Download-Titel nicht an die Kunden weitergibt.

Da die Diskussion längst in vollem Gange ist, hat nun auch Satoru Iwata, der Präsident von Nintendo, Stellung zum Thema bezogen. Er argumentiert recht simpel: Da die Inhalte ja dieselben seien, sei auch der identische Preis angemessen. Die digitale Fassung solle genauso wertvoll erscheinen wie die Retail-Version. Ein niedrigerer Preis würde dazu führen, dass die Download-Version weniger wertvoll erscheinen würde.

Eine zweifelhafte Argumentation, könnte man meinen. Den natürlich identischen Inhalten stehen elementare Nachteile der Download-Versionen gegenüber: Zum einen können Download-Titel weder zum Verkauf angeboten noch verliehen werden, zum anderen sind die digitalen Spiele systemgebunden – sollte man die entsprechende Hardware also verlieren, gehen einem wohl oder übel die Spiele aus.

Wir freuen uns auf eure Meinung: Wie beurteilt ihr Iwatas Begründung? Seht ihr Download-Titel als ebenso wertvoll an wie Retail-Versionen? Würde ein niedrigerer Preis auch eurer Meinung nach automatisch dazu führen, dass Download-Versionen den Kunden weniger wertvoll erscheinen würden? Wäre eine Minderung des Preises im Vergleich zu den Retail-Versionen angemessen? Diskutiert mit!

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