Im Juni steht mal wieder die alljährliche E3 an, die für den internationalen Markt wichtigste Messe im Videospiele-Business. Traditionell stellen dabei die großen Publisher in eigenen Pressekonferenzen ihre nächsten potentiellen Superhits sowohl vor einem Publikum im Saal als auch per Live-Stream im Internet vor. Gerade die drei Hardware-Hersteller – Sony, Microsoft und Nintendo – waren stets vertreten. Dieses Jahr wird es jedoch ein wenig anders aussehen.
Wie Geschäftsleiter Satoru Iwata in seinem Finanzbericht schreibt, plant Nintendo in diesem Jahr keine große Pressekonferenz für die E3. Diese Entscheidung begründet er mit zwei Kernargumenten. So habe man schlichtweg keine neue Hardware zu präsentieren, wegen derer sich eine große Konferenz lohnen würde. Der zweite Punkt ist die Zielgruppe: Bisher zielte man mit den Konferenzen mit Verkaufszahlen und Software-Ankündigungen sowohl auf Investoren als auch auf Spieler ab. Letztere werden nun allerdings bereits durch die regelmäßigen Nintendo Direct-Ausgaben bedient. Deswegen soll in diesem Jahr nur eine kleine Konferenz für Geschäftspartner abgehalten und für Presse-Leute ein Anspiel-Event veranstaltet werden.
Das allgemeine Publikum soll laut Iwata aber auch nicht auf der Strecke bleiben. Derzeit grübelt man bei Nintendo darüber nach, wie man internationale Fans um die E3-Zeit herum mit Informationen versorgen könne. Ankündigungen über den genauen Ablauf sollen in naher Zukunft erfolgen.
Was denkt ihr? Ist es ein kluger Schachzug seitens Nintendo, auf eine große E3-Pressekonferenz zu verzichten? Oder hat Iwatas Trupp einfach nur Angst vor der Konkurrenz, die Sony mit der PlayStation 4 und Microsoft mit der nächsten Xbox bieten wird?
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