Immer wieder bangen viele Spiele um das Schicksal mancher Titel aus japanischem Hause, deren Vorgänger zwar eine Kult-Anhängerschaft um sich scharen konnten, allerdings nur zaghaft von Publishern auch in unsere Regionen gebracht werden. Das ist gerade aufgrund des Ländercodes beim 3DS mitunter unangenehm für diese Fans. Umso erfreulicher war es, dass Namco Bandai Tales of the Abyss gen Ende 2011 im europäischen Raum eine Chance gab – und das obwohl der Trupp sonst notorisch für ihre Zögerlichkeiten bei Handheld-Episoden der Tales-Rollenspiele ist und das PS2-Original nie in den hiesigen Regionen erschien.
Dass sich diese Aktion gelohnt hat, zeigt ein Gespräch, das die französische Fanseite Kingdom of Tales mit einem Firmenvertreter von Namco Bandai führte. Zwar räumte man ein, dass man wesentlich mehr Werbung für den Titel hätte auffahren können, doch Tales of the Abyss habe sich entgegen jeglicher Erwartungen gut verkauft. Genaue Zahlen nannte man zwar nicht, aber um der Nachfrage Herr zu werden, habe man weitere Exemplare produziert und ausgeliefert. Das überraschte den Publisher insbesondere deswegen, weil das Spiel lediglich in englischer Sprache erschien und man daher starke Einbußen in Ländern Europas fürchtete, deren Hauptsprache nicht die englische ist.
Aufgrund des Erfolges will Namco Bandai weiterhin versuchen, die Tales-Marke im Westen zu etablieren. Dazu gehört auch die Lokalisierung zukünftiger Spiele. Momentan gibt es da nur Tales of Graces f für PS3 am Horizont, welches am 31. August hier erscheinen soll, sowie die ebenfalls PS3-exklusive Episode Tales of Xillia, die in Europa für 2013 geplant ist. Sollte sich allerdings mal wieder ein 3DS-Spiel finden, stünden damit die Chancen für einen EU-Release wohl immerhin schon merkbar höher.