Es steht schlecht um SEGA. Gab es vor einigen Monaten noch Gerüchte, die Dreamcast 2 wäre in der Entwicklung, muss sich das Unternehmen nun Sorgen machen, bald nicht komplett den Bankrott anmelden zu müssen.
Das große Unternehmen lässt nun zumindest Gerüchte wärmer werden, dass sie ihre europäischen Pforten schon bald schließen könnten. Viel mehr glühen diese Gerüchte bereits.
– SEGA Europe sucht sich Partner, die ihre Spiele fortan in Europa veröffentlichen werden
– Die hälfte des Sales Team in West London wurde entlassen
– SEGA hat sich mit anderen Publishern getroffen, die ihre Projekte in Europa übernehmen könnten
– Es laufen Gespräche mit dem Unternehmen Centresoft
– SEGA sucht nach neuen Partnern für Herstellung und Vertrieb
– Der verbliebene Teil der London Verwaltung wird sich um Geschäftsangelegenheiten und Lizensierung kümmern
– Retail-Titel verkaufen sich nicht wirklich gut in Europa
– Die Mario und Sonic Games kosteten sie ein vermögen aufgrund der Mario Lizenz von Nintendo
Es liegt sehr nahe, dass die europäische Niederlassung bald die Tore für immer schließen wird. Für alle SEGA Titel, die weiterhin erscheinen werden, würde dies für Europa ein großes Problem darstellen. Denn für jedes Spiel müsste sich ein Publisher finden, der sich dem Titel annimmt. Und je nach Kosten und Laune, kann dies bedeuten, viele Titel werden überhaupt nicht mehr in Europa erscheinen. Das jeder Titel eines Unternehmens ohne europäische Niederlassung ein Lotteriespiel ist, beweist Atlus. Auch Atlus hat keinen Sitz in Europa, und somit erscheinen nur knapp 50% ihrer Titel in unseren Regionen. Bei der aktuellen Spieleflaute wäre das ein weiterer, großer Verlust für Europa.