Mario Tennis Open – Darum fehlt ein RPG-Modus

Man sagt Nintendo als ganzes nach, dass die Firma äußerst traditionsbewusst handle. Man könne sich immer auf ein routiniert gutes Mario-Jump-’n‘-Run verlassen und wie ein Spiel der Zelda-Reihe in groben Zügen funktioniert, können Fans ebenfalls auswendig trällern. Umso verwunderlicher ist es nun, dass Camelot Software Planning bei dem kommenden Sportspiel Mario Tennis Open eine kleine Tradition bricht: Das Spiel kommt nämlich ohne den sonst für Handheld-Mario-Sportableger aus diesem Hause üblichen Mini-RPG-Anteil daher.

Das lässt man natürlich nicht unkommentiert stehen. Im Interview mit der amerikanischen Zeitschrift Nintendo Power verriet Hiroyuki Takahashi, Producer und Lead Designer des Spiels, was das Team zur Streichung des Rollenspiel-Teils geführt habe. So sei man an Mario Tennis Open herangegangen wie an ein Spiel für Heimkonsolen – ein Eindruck, den die Macher auch mit dem nun integrierten Online-Modus vermitteln wollen. Aber auch die Miis seien hinderlich gewesen. So sagte Takahashi:

„[Die Miis], die nun zusätzlich zu den Mario-Charakteren im Spiel auftauchen, lassen sich nur schwierig in das Rollenspiel-Szenario einbinden. Es fühlte sich einfach nicht richtig an, die bereits existenten Mii-Figuren in der Handlung auftauchen zu lassen.“

Allerdings bekräftigte man noch einmal, dass die Spieleranpassungs-Elemente aus den Rollenspiel-Modi der Vorgänger noch nicht ganz verschwunden seien. Immerhin lassen sich die Miis mit diversen Kleidungsstücken ausstatten, die ihre Performance im Spiel beeinflussen. Ob das Rezept auch für unzählige Stunden Spielspaß ausreicht, erfahren wir am 25. Mai, wenn Mario Tennis Open in Europa erscheint.

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