Die Ankündigung (wir berichteten), mit der klassischen Games Convention in Leipzig und der „neuen“ Gamescom in Köln zwei Videospiel-Messen innerhalb eines Jahres abhalten zu lassen, bot von Anfang an ungeheuerlichen Raum für Konflikte. Jetzt scheint das schonungslose Messen der Messen aber endgültig begonnen zu haben: So teilte der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (kurz „BIU“) mit, den ursprünglich geplanten Termin im September zu verwerfen und die Gamescom stattdessen vom 19. bis 23. August zu veranstalten – zeitgleich mit der Games Convention. Mit dem 9. bis 13. September als vorigen Veranstaltungszeitraum stieß man auf Kritik der Branche, da dieser Termin für die Bestellungen im Weihnachtsgeschäft schon zu spät seien.
Eine Sprecherin der Leipziger Messe teilte mit, dass man dennoch an seinen Plänen festhalten und auf den internationalen Ausbau sowie die Weiterentwicklung der Games Convention setzen würde, auch wenn man sich der unvermeidlichen Branchen-Spaltung bewusst sei.
Für Fachbesucher wie normale Messeinteressenten und Aussteller scheint damit die Möglichkeit nahezu begraben worden, auf beiden Veranstaltungen zu erscheinen – wir halten euch auf dem Laufenden, wie diese Form der Messe-Schlammschlacht weitergeht.