Jedes Genre braucht seine großen, repräsentativen Helden. Sie kommen in Form muskelbepackter Mannsweiber, lautloser Spionage-Asse oder eines quietschvergnügten Kuscheltiers. So ernten ein gewisser Kriegsgott (der ist allerdings kein Plüschhäschen!) oder ein Prinzessinnen-Charmeur in ihren ganz eigenen Spielsorten den Ruhm, der ihnen nach einigen Top-Titeln gebührt. Ein Blick über den Shooter-Einheitsbrei-Tellerrand, hinüber zu den „altmodischen“ Adventures, endet schließlich bei Seeabenteurer Guybrush Threepwood, der mit viel Charme, Wortwitz und einer fantastischen Storyline selbst heute noch als Vorzeige-Abenteurer gilt.
Mit ähnlich schwarzem Humor, einem ausgeflippten Charakter-Design und kompletter Sprachausgabe ist auch „Ankh: Der Fluch des Skarabäenkönigs“ gesegnet, welches als PC-Port endlich auf dem Spielemarkt zu erstehen ist. Die Entwicklungszeit hätte gereicht, um bereits einen Nachfolger für den DS anzufertigen, eine Diplomarbeit über die Sphinx und Hieroglyphen zu schreiben oder den Großteil aller Genre-Konkurrenten durchzuzocken. Mal sehen, was Daedalic Entertainment so getrieben hat…