4. Advent: Highlights für 2018


Switch | 3DS | PS Vita ##header##
Mit dem vierten Adventslichtlein und dem heutigen Heiligabend wird uns wieder einmal bewusst, dass das neue Jahr schon praktisch vor der Türe steht – und damit potenziell zwölf spannende Monate voller toller Spiele, auf die wir uns freuen können! Dass die Switch nach ihrem furiosen, ersten Jahr wahrscheinlich noch das ein oder andere Highlight in petto hat, dürfte sich von selbst verstehen, doch auch der 3DS und Sonys Vita sind 2018 noch lange nicht abgeschrieben. Aus diesem Grund wollen wir den heutigen Abend dazu nutzen, ein wenig in unsere Glaskugel zu schauen und ein paar persönliche Highlights des nächsten Jahres anzusprechen. Bleibt nur zu hoffen, dass nichts davon schlussendlich verschoben wird!

Andy Dück [awieandy] fliegt die Piste hinunter:
Steep


Mein letztes Spiel, das irgendwas mit Wintersport zu tun hatte, war 1080° Snowboarding für den N64. Es ist etwas mehr als ein Jahr her als ein neues Sportspiel im Schnee meine Aufmerksamkeit erweckte. Und dieses Spiel war Ubisofts Steep. Direkt bei dem ersten Trailer hat mich das Fliegen mit dem Wingsuit am meisten überzeugt. In der Closed Alpha und Open Beta auf dem PC durfte ich mir dann einen Eindruck der vier Sportarten machen. Das Snowboard, die Skier und selbstverständlich das Wingsuit-Fliegen fühlten sich sehr gut an. Nur das Paragliding war irgendwie nicht sehr spannend. In der Switch-Präsentation zu Anfang des Jahres war Steep für kurze Zeit in einem Trailer über zu kommende Spiele gezeigt worden, nur hat Ubisoft sich, Gerüchten zufolge, sich bis jetzt schwer getan den Titel auf die Switch zu portieren. Dazu kam auch noch, dass ihr Steep-Team sich lieber auf die Road to the Olympics-Erweiterung konzentriert hat. Allen zum trotz hat Game Director Arnaud Ragot dennoch weiterhin bestätigt, dass der winterliche Sportspaß für die Switch irgendwann kommt. Ich würde auf jeden Fall nochmal einen Blick darauf werfen, wenn die Switch auch einmal Skiurlaub macht.

Nicola Hahn [501.legion] möchte schnellstmöglich das All erkunden…
Starlink: Battle for Atlas


Eigentlich war ich von Anfang an skeptisch als die E3-Pressekonferenz von Ubisoft lief, doch ein bestimmter Titel hat es mir dann doch angetan: Starlink: Battle for Atlas. Bilder eines wunderschön gestalteten Weltraums und dann der Schwenk auf den Planeten Atlas mit seiner Flora und Fauna zogen mich sofort in ihren Bann. Dann wechselt die Kamera in Dogfights und es wird das neue Umsteck-Feature präsentiert. Hierbei setzt der Spieler seinen Sternenjäger modular selbst zusammen. Der Joy Con-Grip dient dabei als Stativ und an den Seiten werden die Waffen des Schiffs angebracht. Dann kam auch noch der Flug durch die Atmosphäre, der mein Herz höher schlagen ließ. Einfach fantastisch! Da muss nicht einmal die Grafik wunderschön sein, zumal sie hier eher comicartig ist. Die gezeigten Spielmechaniken und Möglichkeiten in dieser Welt zum Mitnehmen haben mich derart fasziniert, dass ich dieses Spiel jetzt sofort spielen will!

Tjark Michael Wewetzer [Alanar] gibt sich der Kunst hin:
Atelier Lydie & Suelle: The Alchemists and the Mysterious Paintings


Dass die Atelier-Reihe auf die Switch wandert, erfreut mich sehr. Seit ich die niedliche, entspannte Rollenspielserie auf der Vita kennengelernt habe, bin ich nämlich sehr von ihr fasziniert gewesen – speziell von den drei Dusk-Episoden. Nun bin ich persönlich mit den bisherigen zwei Spielen Mysterious-Trilogie nicht ganz zufrieden gewesen und gerade Atelier Firis nervte mich mehr als dass es mir Spaß machte, doch ich bin durchaus gewillt, der Sub-Serie mit ihrem Finale noch eine Chance zu geben. Und was bislang aus dem Abenteuer der beiden Geschwister Malen (ja, die heißen wirklich so und tragen bei weitem nicht den seltsamsten, deutschen Namen in der Reihe) verraten wurde, wirkt zumindest schon mal spannend.

Die Titelheldinnen Lydie und Suelle gehen im Alchemie-Atelier ihres Vaters dem üblichen Synthese-Handwerk nach und versuchen, sich über Wasser zu halten – über sonderlich viel Kundschaft verfügt ihr Workshop nämlich nicht. Eines Tages stolpern sie im Keller jedoch über ein mysteriöses Gemälde, aus dem Stimmen zu kommen scheinen. Und ehe sie sich versehen, gelangen sie durch das Porträt in die gemalte Welt. Diese bietet nicht nur reichlich Materialien, die bei der Item-Synthese praktisch werden, sondern auch andere Geheimnisse, die sich womöglich über mehrere Bilder erstrecken. Und so erkundet man die malerischen Bilderwelten, während man parallel daran arbeitet, den Bekanntheitsgrad des Ateliers zu erhöhen. Dabei trifft man auch auf einige bekannte sowie neue Gesichter, etwa die vorherigen Protagonistinnen Sophie Neuenmüller und Firis Mistlud, die teils auch als Reisegefährten einspringen können, um das Haupt-Duo im Kampf zu unterstützen. Ein Großteil der Zeit dürfte jedoch auch in die umfassende Item-Synthese gesteckt werden, denn nicht nur lassen sich auf diese Weise Auftragsarbeiten erstellen, man kann auch wieder einmal seine Ausrüstung bis ins kleinste Detail aufpeppen, wenn man sie nur mit den richtigen Materialien und deren Eigenschaften zusammenstellt. Ich hoffe jedenfalls, dass dieses Rollenspiel bei mir schlussendlich wieder ähnlich für Begeisterung sorgen wird, wie es die Dusk-Spiele oder Atelier Totori getan haben – denn dann steht uns hier zwar womöglich kein absoluter Überhammer, aber zumindest ein etwas anderes und auf jeden Fall spielenswertes Vergnügen ins Haus.

Außerdem wappnet sich Tjark gegen die Kältefront:
Valkyria Chronicles 4


Wenn es um Segas eher nischige und zudem auch noch im Westen eher erfolglose Marken geht, bangen hiesige Fans stets um deren Schicksal. Mit Valkyria Chronicles 4, das erfreulicherweise nach dem eher mäßig aufgenommenen Valkyria Revolution vergangenen November vorgestellt wurde, ließ man uns aber keine Zeit zum Bibbern. Das Spiel wurde nämlich direkt für Regionen außerhalb Japans mit angekündigt und zudem auch noch für Switch bestätigt – sehr zur Freude meiner Handheld-Vorliebe, denn für zugängliche, mobile Rundenstrategie in Anime-Stil bin ich immer zu haben!

Zeitlich marschiert der vierte Teil der Reihe allerdings nicht voran: Noch immer dreht sich das Spielgeschehen um den zweiten europäischen Krieg (damit ist ein fiktives Europa gemeint und nicht unseres), der aus einer neuen Perspektive erlebt wird. Genauer gesagt schlüpft man dieses Mal in die Rolle der Squad E um den eher ernsthaften und doch ziemlich heißblütigen Kommandanten Claude Wallace. Statt saftiger Wiesen und steiniger Städte steht hier primär der Konflikt in schneebedeckten Gebieten an der Tagesordnung, es wird nämlich in kälteren Regionen gegen einen neuen Trupp des unterdrückenden Imperiums gekämpft. Serientypisch geht es hierbei rundenweise zu: Ihr überblickt auf einer schematischen Karte das Schlachtfeld und überlegt, mit welcher Einheit ihr nun zieht, nur um danach in der Verfolgerperspektive direkt ins Geschehen zu springen und euren Schützling aktiv in Position zu bringen. Wer dabei Gegnern vor die Flinte läuft, muss sich auf Sperrfeuer gefasst machen – taktisches Geschick wird hier also ebenso gefordert wie schnelles Denken. Die vielfältigen Einheiten eures Trupps werden dabei vermutlich wieder mit eigenen Fähigkeiten daherkommen, die jeweils auf ihre Persönlichkeiten zugeschnitten sind und euch das gewisse Etwas im Kampf verleihen. Kurzum: Da ist ein heißes Eisen bei Sega im Feuer, das hoffentlich nicht enttäuschen wird!

Und Tjark hat im Februar ein Date mit…
Bayonetta 1 & 2


Nachdem jetzt schon einige Wii U-Titel das sinkende (oder wohl eber abgesoffene) Schiff verlassen haben, springt nun auch die fesche Hexe aus dem Hause PlatinumGames aus dem Wasser, um grazil am Ufer der Nintendo Switch zu landen – und das gleich in dreifacher Ladung. Wann genau der brandneue dritte Teil der Bayonetta-Reihe erscheint, wurde zwar noch nicht verraten, doch zum Warmspielen sollen die beiden ersten Spiele im kommenden Februar auf jeden Fall genügen. Und auch wenn ich sie schon auf der Wii U genießen konnte, freue ich mich umso mehr darauf, sie jetzt wirklich komplett ungebunden von einer stationären Heimkonsole überall und jederzeit unterwegs genießen zu können.

Bayonetta ist Zen. Blutiges, durchgedrehtes Zen. Es führt die technisch tiefgründige Action-Formel von Devil May Cry fort und hebt sie auf eine neue Ebene. Während die Story um die Umbra-Hexe mit komplizierter Vergangenheit eher holprig erzählt ist und viel zusätzliche Einleserei zum vollen Verständnis benötigt, machen die brachiale Action und großartigen Momente das eigentliche Spielerlebnis aus. Mit dem vielfältigen Kombo-System lassen sich eindrucksvolle Manöver zustande bringen, die zudem mit entsprechend vielen Punkten belohnt werden – und die sind nicht nur kosmetisch, denn gute Leistungen resultieren in mehr Ingame-Währung, die in hilfreiche Upgrades investiert werden kann. Das erste Spiel ist dabei eindeutig das kniffligere von den beiden, entlohnt die Mühe jedoch auch mit einem der visuell besten Endkämpfe, die ich je gesehen habe. Bayonetta 2 präsentiert sich hingegen deutlich ausbalancierter und liefert ein konstant großartiges Spielgefühl. So oder so: Im Februar wird im Himmel, der Hölle und allen Ebenen dazwischen wieder aufgeräumt. Und ich freue mich tierisch darauf, wieder mit der Umbra-Hexe loszuziehen!##neue_seite##
Tjark Michael Wewetzer [Alanar] weckt seinen inneren Rebellen:
The Alliance Alive


Dämonische Unterdrücker sind in klassischen Japano-Rollenspielen keine Seltenheit, dass sie jedoch zu Spielbeginn praktisch bereits die gesamte Welt unterjocht haben, kommt nicht ganz so häufig vor. Genau das ist jedoch die Ausgangslage von The Alliance Alive, das nicht von ungefähr visuell an das eher Spezielle The Legend of Legacy erinnert. Das Studio FuRyu hatte zusammen mit dem Team von Cattle Call auch hier seine Finger im Spiel, doch ganz so flach soll das Spielerlebnis dieses Mal nicht ausfallen. Auch dieses Mal werden insgesamt neun Helden im Laufe der Spielzeit aufgelesen, mit denen ihr die weitreichende Spielwelt erkundet, allerdings soll der Konflikt, in dem sich das von Dämonen besetzte Land befindet, deutlich mehr in den Vordergrund rücken.

Eure Gefährten lest ihr nicht nur aus den Reihen der beinahe komplett ausgelöschten Menschheit auf. Rekruten für die Rebellion finden sich auch dort, wo man eigentlich reine Feindseligkeit vermutet – beispielsweise auch unter den Dämonen selbst. Das Potenzial für spannende Konfliktsituationen und einen tieferen Einblick in die Zerwürfnisse dieser geschundenen Welt ist somit auf jeden Fall gegeben. Spielerisch scheint sich The Alliance Alive aber schlussendlich auch auf das zu verlassen, was in The Legend of Legacy etabliert wurde. Soll heißen: Es gibt ein formationsbasiertes Rundenkampfsystem und traditionelle Levelaufstiege fallen weg – stattdessen werden eure Fähigkeiten und Charakterwerte je nach euren Aktionen aufgewertet. Das könnte natürlich wieder arg gewöhnungsbedürftig ausfallen und wird nicht jedermanns Sache sein, doch hoffentlich wurde seit Legend of Legacy etwas an der Balance geschraubt, um die Aufwertung der Gruppe etwas angenehmer zu machen. Ich würde es mir auf jeden Fall wünschen, denn in dieses interessant klingende RPG würde ich mich zu gerne reinbeißen!

Außerdem macht Tjark seine Forschungsausrüstung klar:
Shin Megami Tensei: Strange Journey Redux


Die DS-Version ist uns in Europa leider entgangen, die erweiterte 3DS-Umsetzung von Shin Megami Tensei: Strange Journey entkommt uns jedoch nicht. Und auch wenn ich eigentlich schon das US-Modul für den alten Doppelbildschirmer im Schrank habe, freue ich mich tierisch darauf, wieder in die Schwarzwelt hinabzusteigen und den mysteriösen Vorkommnissen dieser befremdlichen Dimension auf den Grund zu gehen. Das Shin Megami Tensei-Spinoff dreht sich um eine Forschungscrew, die einem urplötzlich auftretenden Phänomen in der Antarktis nachgehen soll. Dort hat sich nämlich eine Spähre aufgetan, die sich langsam, aber sicher ausbreitet. Eine holprige Fahrt durch die Eiswüste später befindet man sich plötzlich in einem Kriegsgebiet, das zudem auch noch von Dämonen verseucht ist. Schräger kann es nicht mehr werden, oder?

Doch tatsächlich ist das nur der Auftakt für einen spannenden Dungeon Crawler der alten Schule, bei dem ihr aus der Ego-Perspektive die verworrenen Sektoren der Schwarzwelt erkundet. Ein paar frühe Upgrades für den Daemonica Suit, mit dem ihr in dieser lebensfeindlichen Welt überhaupt erst überleben könnt, liefern euch dabei auch genau die richtige Hilfe: Die zunächst zu identifizierenden Dämonen lassen sich serientypisch nämlich auch rekurtieren und bei Bedarf an eure Seite rufen. Ein nicht gerade unwichtiges Feature, denn der Schwierigkeitsgrad des Spiels hat es ziemlich in sich! Für Kenner der Original-Version ist übrigens auch gesorgt, denn die kriegen mit einem zusätzlichen Handlungsstrang, der sich um einen neuen, nicht gerade freundlich auf euch zu sprechenden Charakter namens Alex dreht, auch reichlich neuen Stoff, der unter anderem einen neuen Dungeon umfasst. Damit einher gehen übrigens auch zusätzliche Enden. Alles in allem also ein pickepackevolles Rollenspiel, das mir wahrscheinlich im kommenden Jahr so einige Wochen versüßen sollte.

Auch will Tjark Geschichte schreiben:
Radiant Historia: Perfect Chronology


Noch ein Kandidat aus der Abteilung „Ich musste erst neu aufgelegt werden, bevor ich nach Europa durfte“. Das ist hier umso ärgerlicher, denn als Radiant Historia in den USA erschien, heimste es unglaublich viel Lob ein. Das hat fast schon etwas vom Square-Klassiker Chrono Trigger – und zufälligerweise drehen sich auch beide Spiele um Zeitreisen und die Manipulation der Geschichte. Der geschickte Spion Stocke gelangt eines Tages nämlich in den Besitz des sogenannten White Chronicles. Das Artefakt erlaubt es ihm, durch die Zeit zu reisen und sogar zwischen zwei verschiedenen Zeitlinien zu springen. Eine Fähigkeit, die sich schnell als von großer Bedeutung herausstellt, denn nichts geringeres als der Fortbestand des Kontinents Vainqueur steht auf dem Spiel.

Ähnlich wie Strange Journey Redux gibt sich aber auch Perfect Chronology nicht mit dem bloßen Wiederkäuen der Original-Geschichte zufrieden. Bei Runde 2 (oder alternativ im Perfect-Modus auch sofort) kommt nämlich noch ein dritter Zeitstrang dazu, der mitunter eine neue Figur namens Nemissa ins Spiel bringt. Es warten also weitere, neue Szenarien darauf, von euch entdeckt zu werden. Und natürlich wurde Radiant Historia auch hier und da überarbeitet, darunter mit neuen Porträts für die Charaktere, mehr Musikstücken, Sprachausgabe und so weiter. Atlus denkt also auch hier sowohl an die Neueinsteiger als auch an die Kenner. Und ich bin schon sehr gespannt darauf, dieses RPG endlich selber einmal spielen zu können, wenn es im nächsten Jahr bei uns landet.

Und an seinen Kochkünsten könnte Tjark ebenfalls feilen:
Sushi Striker: The Way of Sushido


Wisst ihr was? Es muss ja nicht immer gleich ein megalanges Rollenspiel sein, mit dem man sich vor den 3DS pflanzen kann. Manchmal braucht man einfach einen kleinen Snack für zwischendurch; eine nahrhafte Zwischenmahlzeit. Zum Beispiel… Ja, warum eigentlich nicht Sushi? Auf der E3 2017 war Sushi Striker wahrscheinlich die Ankündigung, die für den wenigsten Wirbel sorgte. Ich wage sogar zu behaupten, dass da praktisch kein Hahn nach krähte. Doch nach Battle Chef Brigade für die Switch sollte klar sein, dass durchaus ein Markt für solche aberwitzigen Puzzle-Spiele mit Speisen-Thema besteht. Und daher bin ich schon ziemlich gespannt auf diesen Titel.

Statt der Kochkunst an sich steht hier jedoch mehr das Verputzen der in Reis eingewickelten Leckereien auf dem Plan. Um den jeweiligen Gegenspieler der Stage auszuschalten, müsst ihr das an Fließbändern vorbeilaufende Sushi verschlingen – gleichfarbige Teller lassen sich dabei ganz einfach miteinander verknüpfen und so zu blankgefutterten Stapeln auftürmen. Was mit den Tellern angestellt wird, sollte klar sein: Sie dienen als Munition für euren Angriff! Und je größer der Stapel dabei ist, desto härter trifft die Attacke. Ein simples Spielprinzip, das jedoch vermutlich ziemlich hektisch werden dürfte, wenn erst einmal die Gegner aufstocken oder eventuell auch die Fließbänder schneller werden. Wenn nichts schiefgeht, sollte Sushi Striker zumindest immer mal wieder für eine kurze Runde zwischendurch gut sein. ##neue_seite##
Denis Wewetzer [Azure] wirkt seiner Vergesslichkeit entgegen in…
The Longest 5 Minutes


Mit der Fülle an Rollenspielen, die es inzwischen gibt, ist es sehr schwer Konzepte zu entwickeln, die noch neu wirken. Doch mit The Longest 5 Minutes scheint tatsäschlich ein wenig frischer Wind in die Segel des Genres zu kommen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Rollenspielen fängt dieses nämlich nicht dort an wo man es denkt: Am Anfang. Stattdessen ist der erste Schritt in dieser Welt der, gegen den letzten Boss anzutreten. Das ging ziemlich schnell, oder? Allerdings gibt es dann spontan ein Problem: Der Held vergisst alles, was vorher geschehen ist. Die gesamten Abenteuer, die er erlebt hat um endlich den letzten Boss zu besiegen, sind plötzlich aus seinen Erinnerungen gestrichen. Doch das ist noch nicht alles: Alle Fähigkeiten, die er sich während dieser Reise angeeignet hat, sind im ebenfalls entwichen. Und plötzlich steht er da: Kurze Hose, Holzschwert.

Doch seine Kameraden lassen ihn nicht im Stich und während des Kampfes, der lediglich fünf Minuten dauert, wird er dazu gebracht sich an das zu erinnern, was eigentlich vorher passiert ist. Jedes Abenteuer, jede Gefahr und jede Begegnung mit den Menschen die ihn zu dem Punkt gebracht haben, an dem er sich nun befindet. Und mit diesen Erinnerungen kommen auch seine Fähigkeiten wieder, mit denen es ihm möglich sein soll, diese letzte Schlacht auch noch zu gewinnen. Diese nette Idee ist für mich Grund genug, sich schon jetzt auf das im nächsten Jahr erscheinende Spiel zu freuen!

Außerdem schwebt er in Nostalgie bei…
Secret of Mana


Häufig fällt der Spruch: Früher war alles besser. Ich möchte da gerne gegenwettern, denn was Spiele heutzutage so auf den Tisch bringen, ist durchaus fantastisch. Sachen, die früher einfach nicht möglich waren. Daher freut es mich umso mehr, wenn „die guten alten Spiele“ eine Neuauflage bekommen und damit an die heutige Zeit angepasst werden. Genau das passiert nun mit Secret of Mana, das bereits im Frühjahr des nächsten Jahres veröffentlicht werden soll. Doch was hat unzählige Leute eigentlich dazu gebracht, diesen Titel damals schon zu lieben und sich auch auf das Remake entsprechend zu freuen?

Die Story ist grundsätzlich recht klischeebehaftet: Man spielt einen jungen Mann, der, wie es der Zufall so will, vom legendären Mana-Schwert auserkoren ist und sich damit auf den Weg macht, die Welt zu retten – obwohl es anfangs doch noch etwas anders läuft, als er es sich erhofft hatte. Trotzdem findet er auf seinem Weg gute Freunde und Kameraden, die ihm dabei helfen seine Aufgabe zu bewältigen. So einfach sie sein mag, die liebevolle Gestaltung der Charaktere und vor allem die Interaktion miteinander beleben die Story wie keine zweite. Dazu kommt, dass das Gameplay auch heute noch standhalten kann und spaßig ist. Mit den Neuerungen kann es da ja nur besser werden, daher freue ich mich jetzt bereits darauf, Secret of Mana im nächsten Jahr im neuen Gewand spielen zu können!

Und Denis schämt sich nicht, sich auf diesen Titel zu freuen:
Omega Labyrinth Z


Gerüchte an einer Schule sind nichts neues, doch an der Anberyl Girls Academy geht ein ganz besonderes Gerücht umher. Es soll eine Höhle unterhalb der Schule geben, in dem sich der Heilige Gral der Schönheit befinden soll, welcher einem jeden Wunsch erfüllen können soll. Obwohl diese Höhle eigentlich nicht betreten werden darf, stört das unsere Heldinnen in Omega Labyrinth Z wenig, denn sie haben ein klares Ziel vor Augen. Sie wollen den Gral finden und ihren Herzenswunsch in Erfüllung gehen lassen: Eine üppige Oberweite! Moment, was?

Richtig gelesen, genau darum geht es in diesem Titel: Brüste. Man könnte es eigentlich für einen gewöhnlichen Mystery-Dungeon-Titel halten, wenn diese eine Tatsache nicht wäre. Neben der Möglichkeit, durch das finden von Ausrüstung oder ähnlichem stärker zu werden, bestimmt nämlich eine simple Tatsache, wie stark die Heldinnen sind: Die Größe ihres Busens. Mit der so genannten Omega-Kraft wird dieser innerhalb des Dungeons bereits immer größer, wodurch sie an Kraft gewinnen. Zudem werden noch andere Aspekte des Spiels um die Oberweite der Damen gespinnt, wie etwa das enträtseln gefundener Gegenstände. Es mag etwas merkwürdig klingen, aber die gesamte Prämisse spricht für ein sehr leichtherziges Abenteuer, auf das ich mich im nächsten Jahr definitiv freue.

Tjark Michael Wewetzer [Alanar] versucht sich wieder als Spürnase:
Digimon Story: Cyber Sleuth – Hacker’s Memory


Dass es sich manchmal lohnt, auf gut Glück die Lokalisierung eines Nischentitels zu wagen, hat Bandai Namco nicht zum ersten Mal gelernt. Bereits Sword Art Online: Hollow Fragment konnte sich damals trotz lieblos dahingeschluderten Digital-Release der stümperhaft übersetzten Asia-Version als Chartstürmer im PSN beweisen. Digimon Story: Cyber Sleuth lief nun augenscheinlich dermaßen gut, dass man dem ursprünglich nur ins Englische übersetzten Rollenspiel nicht nur eine deutsche Übersetzung spendierte, sondern das Nachfolgespiel direkt mit für westliche Gefilde ankündigte – natürlich ebenfalls mit deutschen Texten. Eine erfreuliche Entwicklung, die im Angesicht des erfrischend anderen RPG-Vergnügens auf jeden Fall willkommen ist!

Statt üblicher Fantasy-Szenarios steht bei Digimon Story: Cyber Sleuth nämlich eine Handlung in einer alternativen Gegenwart auf dem Plan, die sich ganz um das EDEN-Netzwerk dreht – eine Art virtuelle Welt, die von einfachen Verabredungen bis hin zu geschäftlichen Transaktionen für alles verwendet wird. Leider ist auch diese schöne Welt nicht vor den üblichen Cyber-Gefahren gefeilt: Protagonist Keisuke Amazawa wird zu Spielbeginn prompt der Account gestohlen und der neue Besitzer treibt nun in seinem Namen Unfug. Das lässt Keisuke natürlich nicht auf sich sitzen und schließt sich der Hacker-Gruppe Hudie an, um den Schurken auf die Schliche zu kommen. Dabei stehen ihm natürlich auch diverse scoutbare Digimon-Partner zur Seite, die in den zahlreichen Hacker-Gefechten tatkräftig eingreifen. Und wahrscheinlich auch wieder einmal für nicht gerade wenige Aufzuchtpausen sorgen werden, denn die vielfältigen Entwicklungspfade der digitalen Kreaturen macht schließlich einen Großteil des Reizes des Rollenspiels aus. Mit über 300 Digimon, um die 70 mehr als im ersten Cyber Sleuth, gibt es auch mehr als genug Auswahl für das Team. Von daher bin ich schon enorm gespannt auf die neuen Abenteuer in der Digiwelt und hoffe, dass Hacker’s Memory ein ebenso kurzweiliges Spielerlebnis wird, wie es beim Vorgänger der Fall war.

Außerdem schmeißt Tjark mit Geld um sich:
Penny-Punching Princess


Wenn’s mal wieder etwas schräger sein darf, dann kommt Publisher NIS America daher und liefert mit einem lässigen „Dood“ auf den Lippen eine angemessene Portion Wahnsinn. So auch der Fall in diesem Spielchen, das die Idee einer kapitalistischen Gesellschaft in einem Rollenspiel auf die Spitze treibt und selbst Nintendos feenverrückten Geldscheffler Tingle wie einen Anfänger aussehen lässt. Penny-Punching Princess spielt in einer Welt, die vor Ewigkeiten mal nach dem Gesetz des Stärkeren funktioniert hat und man sich entsprechend mit Körperkraft durchzusetzen hatte. Nach der Ära der Helden und Dämonen hat jedoch eine neue Macht an Einfluss gewonnen: Moneten, Schotter, Asche, Kies, schnöder Mammon. In einem Wort: Geld.

Als junge Prinzessin prügelt ihr euch nun also durch die Massen, um eure Finanzen zu stärken. Anfangs (und gegebenenfalls in finanziellen Notlagen) könnt ihr den Gegnern auch persönlich die Kohle aus den Taschen boxen, doch Loyalität hat auch ihren Preis, der in diesem Action-RPG durchaus Verhandlungssache ist. Kurzum, durch ausreichend finanzielle Anreize könnt ihr eure Gegner schlichtweg bestechen und so für euch kämpfen lassen, ohne selber einen Finger rühren zu müssen. Das Endziel der Reise ist übrigens ein Familienschatz, der von den Schuldeneintreibern der Dragoloan-Familie entwendet wurde. Auch wenn mir persönlich die Langlebigkeit des Spielprinzips und die Abwechslung ein wenig Sorgen macht, kann ich nicht verleugnen, dass der schräge Action-Spaß zumindest mein Interesse geweckt hat. Daher werde ich ihn auch unbedingt im Auge behalten, wenn er im Frühjahr 2018 einschlägt.

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