Sega, so hat man das Gefühl, tut sich im Videospielmarkt derzeit ein wenig schwer – besonders in westlichen Gefilden. Zwar schaffte es der Konzern, die eher nischigen Hatsune Miku-Spiele mittlerweile auch bei uns zu einer kleinen Hausnummer zu machen, doch Titel wie das letztjährige Sonic Boom kratzen stark am Image der Spieleschmiede. Dessen ist sich auch Naoki Satomi, seines Zeichens Geschäftsführer von Sega, bewusst, was er in einem Interview mit der japanischen Zeitschrift Famitsu äußerte.
So wolle man sich in Zukunft mehr auf die Qualität der Spiele konzentrieren, als rigoros auf die Einhaltung von Terminen zu setzen. Das habe dem Konzern vor allem im westlichen Markt in letzter Zeit das Bein gebrochen. Diese Erkenntnis zieht Sega übrigens vom Team von Atlus, das seit geraumer Zeit zur Sega Sammy Group gehört und dessen Titel auch außerhalb Japans Erfolge verbuchen können. „Wir haben unser bestes gegeben, um ein beidseitiges Vertrauensverhältnis zu älteren Sega-Fans aufzubauen. Wenn ich jedoch auf einige unserer Titel zurückblicke, sehe ich, dass wir unsere Fans in den letzten zehn Jahren teilsweise hintergangen haben“, so Satomi.
Wie genau die Zukunft Segas aussehen wird, kann der Geschäftsführer zum jetzigen Zeitpunkt natürlich noch nicht festmachen. Allerdings möchte man nun daran arbeiten, das Vertrauen der Fans zurückzugewinnen. Zudem wies Satomi noch auf die Tokyo Game Show hin, bei der voraussichtlich ein neues Spiel für Heimkonsolen vorgestellt werden soll.