Steel Diver ist Nintendos erstes Free-to-Play-Spiel

Irgendwo im E3-Trubel der letzten Wochen kündigte Nintendo an, demnächst auch in den Free-to-Play-Markt einsteigen zu wollen. Im Zuge des Investoren-Briefings nannte man allerdings noch nichts konkretes, nur dass dies angesichts des zunehmenden Käufern von Download-Titeln wie ein logischer, nächster Schritt erscheine. Gegenüber IGN verriet Nintendo-Mastermind Shigeru Miyamoto, mit welchem Spiel sie es zuerst versuchen wollen: Steel Diver.

Dabei ist noch unklar, ob wir es mit dem selben 3DS-Titel zu tun bekommen, welches uns trotz einiger netter Ansätze im Jahre 2011 nicht so recht überzeugen konnte, oder es ein speziell auf das Kostenmodell umgestalteter neuer Serienableger wird. Immerhin sei man daran interessiert, dem Spiel einen Multiplayer-Modus für bis zu vier Spieler hinzuzufügen – das Original bot seinerzeit nur eine simple, rundenbasierte Seeschlacht für zwei Personen. Näheres dazu soll in naher Zukunft enthüllt werden – unter anderem auch, für welches System das Free-to-Play-Steel Diver vorgesehen ist.

Ferner kam Firmenchef Satoru Iwata in einer Frage-und-Antwort-Runde auch auf Nintendos Herangehensweise an das Free-to-Play-Modell zu sprechen. So werde man in Zukunft keine Marken wie Pokémon oder Mario auf dieses Geschäftsmodell ummünzen, da diese bereits im Vollpreissektor erfolgreich genug sind. Stattdessen wolle man auf diese Weise weniger erfolgreiche Titel oder solche, deren Erfolgswahrscheinlichkeiten als gering eingeschätzt werden, ein wenig pushen und für den Kunden attraktiver machen. Auch sei man sich bewusst, dass ein schlecht durchdachtes Free-to-Play-Modell dazu führen kann, dass Kunden unheimlich hohe Geldbeträge zahlen müssen, um Spaß zu haben. Diesen Effekt wolle man vermeiden und stattdessen eine gute Balance aus kostenfreien Features und sinnvollen Bezahl-Inhalten schaffen.

Ob diese Strategie aufgeht erfahren wir selbstredend erst, sobald Nintendos erstes Free-to-Play-Spiel auch auf dem Markt ist. Bis dahin heißt es: Daumen drücken und hoffen, dass unsere Geldbeutel nicht so sehr leiden müssen!

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