Als Capcom vor einigen Wochen Phoenix Wright: Ace Attorney – Dual Destinies für den westlichen Markt ankündigte, fiel vielen Fans des sympathischen Anwalts ein Stein vom Herzen. Dass das Adventure allerdings nur in digitaler Form erscheinen soll, stieß wiederum einigen sauer auf. In einem Interview begründete Produzent Motehide Eshiro von Capcom nun nochmals diese Entscheidung.
So seien Komfort und Zeit zwei ausschlaggebende Faktoren gewesen. Auf der einen Seite wolle man Kunden den Weg zum nächsten Händler ersparen, auf der anderen Seite die Zeit zwischen der Veröffentlichung der japanischen und amerikanischen Version drastisch verkürzen. Dies sei durch einen digitalen Vertrieb möglich. Allerdings, so Eshiro, könne man auch noch über eine Modul-Fassung nachdenken, sofern sich die Fans dafür einsetzen.
In einem anderen Interview kam man darüber hinaus auf das Spinoff Ace Attorney Investigations 2: Miles Edgeworth zu sprechen, welches in Japan 2011 für den DS veröffentlicht wurde. So sei die Lokalisierung unter anderem deswegen nie zustande gekommen, weil das für die Entwicklung zuständige Team nach der Fertigstellung aufgelöst wurde und sich anderen Projekten zuwandte. Dementsprechend habe es niemanden gegeben, der die Übersetzung in das Spiel hätte implementieren können. Auf die Frage, ob eine Lokalisierung dennoch möglich wäre, antwortete Eshiro schlicht: „Ich kann keine Versprechungen machen.“
Aber auch wenn wir den zweiten Auszug aus dem Leben von Staatsanwalt Miles Edgeworth nicht zu Gesicht bekommen, müssen wir nicht mehr lange auf Nachschub verzichten. Ace Attorney: Dual Destinies soll nämlich noch diesen Herbst in Europa erscheinen.