Viele Fans der beliebten Final Fantasy-Serie beschwören es schon seit Jahren: Square-Enix ist nicht mehr das, was es mal war. Zu diesem Schluss ist nun wohl auch der Konzern selbst gekommen, anlässlich des bald (am 31. März) endenden vergangenen Finanzjahres. Erste Prognosen deuten hier nur auf eines hin: Einen außergewöhnlich hohen Rekordverlust. So beläuft sich die Schätzung derzeit auf einen Verlust von knapp 10 Milliarden japanische Yen – was eine Summe von ca. 105 Millionen US-Dollar ausmacht. Als Grund wird hier der allgemein schwächelnde Videospielmarkt, einige fragliche Entscheidungen des Konzerns selbst, als auch enttäuschende Verkaufszahlen von Titeln wie Sleeping Dogs oder Hitman Absolution genannt.
Als Folge dieser gigantischen Rotziffer sind nun einige Maßnahmen zur Restrukturierung des Konzerns geplant, über die derzeit aber noch keine genauen Informationen bekannt sind. Doch auch die Chefetage selbst bekommt die Auswirkung zu spüren. So gab nun Yoichi Wada, CEO von Square-Enix, seinen Rücktritt bekannt. Er war seit der Verschmezlung von Square und Enix im Jahre 2003 in seinem Amt, ein Zeitpunkt der von vielen ehemaligen Fans, als Beginn des Endes der Final Fantasy-Serie gewertet wird. Für ihn übernehmen wird Yosuke Matsuda, welcher bisher als Director bei Taito fungierte. Weitere Informationen über die Zukunft Square-Enix sollen in naher Zukunft bekannt gegeben werden.