Ein Spiel, prädestiniert für japanische Spieler. Eine Social-Sim, in der man eine junge Hostess spielt, die es bis ganz nach oben schaffen will. Shoppen, tratschen und sich gegenseitig beschenken ist das Ziel des Spiels. Ein Animal Crossing, angesiedelt im schrillen Tokioter Stadtteil Neo-Ginza.
Für Entwickler Level 5 (Professor Layton, Inazuma Eleven) scheint die Rechnung allerdings nicht aufgegangen zu sein, denn Girls RPG: Cinderella Life verkauft sich längst nicht so wie erwartet. Mit dem schwachen Start von gerade mal 9519 verkauften Exemplaren in der ersten Woche zum Release Anfang März 2012 zeigte sich bereits ein Abwärtstrend, noch bevor es überhaupt so richtig los ging. Damit verkaufte Level 5 gerade mal 31,03% seines aktuellen Bestandes. Der Preis wurde bereits von 5400 Yen (circa 49 Euro) auf 4980 Yen (circa 45 Euro) reduziert.
Nun wird analysiert. Woran könnte es liegen, dass solch ein sicheres Konzept sich nicht wie warmes Brot verkauft? Einer der Hauptgründe wird dafür wohl auch weiterhin das eher geringe Ansehen der Hostessen in Japan sein. Es ist kein Videospiel, welches fürsorgliche Eltern gerne ihrer kleinen Tochter zum Geburtstag schenken. Zu allem Übel strafte die japanische CERO das Spiel dann auch noch mit einem C-Rating ab (Jugendliche ab 15). Allerdings scheinen mehrere Faktoren für die schwachen Verkäufe verantwortlich zu sein, darunter auch der wohl zu hohe Preis. Was genau jedoch schief gelaufen ist wird man bei Level 5 aber wohl erst in einigen Monaten herausfinden.
Girls RPG erschien bereits 2009 mit verändertem Konzept unter dem Titel Caba-Jyo-P (Cabaret Gals) unter der ROID App für Smartphones.
Ein Release außerhalb Japans ist damit eigentlich schon kein Thema mehr, standen die Chancen bereits vor der Veröffentlichung nicht wirklich gut für einen lokalisierten Release.