Satoru Iwata äußert Gedanken zum Zweck von DLC

Pferde-Rüstungen, Level-Aufstiege und Freischaltcodes für auf der Spieledisc bereits befindliche Features. Mit derartigen Einfällen haben diverse Publisher geschafft, kostenpflichtige Download-Inhalte in den Augen mancher Spieler zum Sinnbild der Abzocke zu machen. Umso weniger überrascht es, dass die Meldung über die mit der Netzwerk-Umstrukturierung ermöglichten DLCs für 3DS und Wii U unter eben jenen Leuten für Unmut sorgte. Im Frage-&-Antwort-Teil des jüngsten Investoren-Berichts spricht Nintendos Präsident Satoru Iwata nun noch einmal über die Art und Weise, wie Nintendo selbst mit Download-Inhalten umgehen möchte.

Der primäre Gedanke hinter DLCs sei für die Firma, dass man auf diese Weise die Lebensdauer eines Spiels verlängern und es so länger im Gespräch halten könne. So erwarte Iwata etwa, dass Super Mario 3D Land und Mario Kart 7 im kommenden Geschäftsjahr noch große Gewinne einfahren werden, bisherige Käufer aber zwangsweise sich irgendwann daran sattgespielt haben und nicht mehr darüber sprechen. Auf diese Weise würden potentielle Neukunden die Spiele als veraltet einstufen und ignorieren. Wenn nun aber neue Level für zum Beispiel ein Super Mario-Spiel oder Fitness-Übungen für Wii Fit später zum Download bereitgestellt würden, könne man die Titel weiterhin im Bewusstsein der Spieler verankern und auch Neukäufer durch die daraus resultierenden Meldungen und Diskussionen ködern.

Gleichzeitig glaubt Satoru Iwata allerdings auch daran, dass DLCs allein des Gewinns durch eben diese der falsche Weg sei. Vielmehr wolle man lediglich für eine längere Lebensdauer der betroffenen Spiele sorgen. Der zusätzliche Gewinn, den kostenpflichtige Download-Inhalte mit sich bringen, sei dabei nur ein erfreulicher Nebeneffekt. Ähnliches hörten wir auch schon im vergangenen August.

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