Früher, vor vielen Jahren waren so genannte „Freundschafts-Bücher” unter Grundschülern absolut angesagt und nicht selten bestimmte der Besitz eines solchen Heftleins, ob man „in” oder „out” war (neben anderen Faktoren wie dem Besitz bestimmter Spielzeuge und Süßigkeiten). Besagte Bücher wurden dann unter Freunden herumgereicht und jeder durfte sich samt persönlichem Profil (Vorlieben, Abneigungen, Lieblingsserien usw…) dort eintragen. War das Freundschaftsbuch prall mit Einträgen gefüllt, ließen sich interessante Statistiken erheben – wie beispielsweise über die Berufswünsche der kleinen Mini-Tyrannen. Ganz oben rangierte nicht selten der ominöse Beruf des Rechtsanwaltes und zwar in den dubiosesten Schreibweisen wie „Rächtsanwald”, welche nicht selten die mangelnden Rechtschreibkenntnisse des Freundeskreises preisgaben und an einem tatsächlichen Erreichen des Traumberufes zweifeln ließen.
Gut zehn Jahre später traf man sich erneut in heiterer Runde und schnell stellte sich heraus, dass die damaligen Rechtsliebhaber sich nun stattdessen mit einem Politologie-, Informatik- oder gar Medizin-Studium herumschlugen. Wer schon immer das Gefühl hatte der geborene Rechtsanwalt zu sein, doch nie über das erste Semester des Jura-Studiums hinaus kam, bekommt nun im dritten Teil der „Phoenix Wright“-Serie namens „Trials and Tribulations“ die Chance, zumindest im virtuellen Gerichtssaal für (Un-)Recht und Ver/Ent-Wirrung zu sorgen. Ob das Spiel so staubtrocken wie das Bundesgesetzbuch ist oder spannende Gerichtssaal-Dramatik bietet, erfahrt ihr im Test…