Testbericht zu Moorhuhn – Juwel der Finsternis

Moorhuhn? Was war das doch gleich? Kurz vor der Jahrtausendwende rückte der kleine Flattermann erstmals ins Rampenlicht, damals– als Werbespielchen für die schottische Whisky-Firma „Johnnie Walker“. Es galt einfach, in alter Fun-Shooter-Manier möglichst viele der wirren Vögel zu erledigen. Das gefiel! Ein regelrechter Hype um die lustigen, treudoof dreinblickenden Moorhühner brach aus. Deutschlands bekanntester Vogel starb in digitaler Form auf unzähligen deutschen PC-Bildschirmen als launiger Zeitvertreib den digitalen Tod in der Mittagspause. Selbst Entertainer Wigald Boning konnte sich der Huhn-Hysterie nicht entziehen und nahm 2000 den Song „„Gimme More Huhn““ auf. Der Titel wurde zwar kein kommerzieller Erfolg, aber Moorhuhn-Fanatiker hatten auch sonst große Auswahl an Merchandising. Socken, Tassen, Puzzles, Bettwäsche; alles was der Vogel-Freund mehr oder weniger brauchte, konnte erworben worden.

Doch nach und nach nahm die öffentliche Wahrnehmung um die Moorhühner ab, obwohl unzählige Nachfolger auf den Markt geworfen wurden. Längst stellt das Gefieder nicht nur Kanonenfutter dar – beinahe jedes Genre wurde inzwischen mit einem Spiel der Serie abgedeckt. So brausten die Moorhühner bereits in einem „Mario Kart“-Klon im Kreis oder knobelten in Mah-Jongg um die Wette. Der große Erfolg des Erstlings wurde dabei nie erreicht, lediglich eine kleine Fangemeinde hält weiterhin die Fahne für das Moorhuhn hoch. Dennoch lassen die Entwickler von phenomedia nicht locker und bringen mit Moorhuhn: Juwel der Finsternis einen PC-Port des gleichnamigen Action-Adventues/Geschicklichkeitsspiels auf den DS. Die Renaissance der Sumpftiere oder ein Ausflug ins Wertungs-Nirwana? Lest unseren Expeditions-Bericht im ausführlichen Test!

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