“Ha, niemand greift meinen tapferen Kampfochsen (1700 Angriffspunkte) ungestraft an – zeigt ihm doch mal eure geschärfte Krallenattacke, Harpyien-Schwestern!“ Während über einigen Sitzplätzen das Duellgeschehen in vollstem Ausmaße tobt und sich in immer unlesbarer hingekritzelten Lebenspunkten und dem chaotisch geordneten Kartenfriedhof wiederspiegelt, rinnen am anderen Tisch Schweißperlen Stirn und Nasespitze langsam hinunter. Mit zittriger Hand wird eine weitere Spielkarte vom inzwischen stark geschrumpften Stapel aufgenommen und verdeckt aufs Spielfeld gelegt… Konzentration. War „Grandmarg der Erdmonarch“ wirklich die beste Wahl für diesen riskanten Deckentwurf? Hätte man schlussendlich doch beim geplanten Samurai-Deck bleiben sollen? Und was zur Hölle sind das für mysteriöse Karten, die unser Gegner da ausspielt…? Wir haben sie noch nie gesehen!!!!
Situationen, die (fast) alle Menschen kennen. Wer sich nach draußen in die kalte, herzlose Trading Card-Realität begibt, muss traditionell gut vorbereitet sein – gerade bei „Yu-Gi-Oh!“, dem vielseitigen Kartenspiel, bei dem euch eine Niederlage möglicherweise eure Seele kosten kann. Na, Angst bekommen? Hinter jeder Fallenkarte lauern Top-Decker, unerwartete OTK-Killermaschinen oder originale Konami-Spielmatten-Junkies, ägyptische Göttermonster oder ehemalige Judges, die sämtliche Spezial-Regeln auswendig beherrschen. Für den Ottonormalduellanten mit Kaiba-Starter Deck, drei polnischen Boosterpacks und einem Glückspenny ist guter Rat jetzt natürlich teuer. Wie trainiert man in der Theorie, um die Praxis durchzuhalten? Konami und die fiktive Nintendo DS-Hilfsorganisation für ärmere Haushalte bieten mit ihrer tragbaren Software „Yu-Gi-Oh! GX Card Almanac“ eine günstige Lösungsvariante an. Kartenkatalog, Comboliste, Lebenspunktezähler – eigentlich ist alles dabei, um tiefer in die Materie einzudringen. Kann diese ungewöhnliche Produktion aber tatsächlich als Duellanten-Allzweckberatung herhalten? Wir lassen uns nachfolgend etwas in die Karten schauen: Gezinkt oder gelungen?