Im Test: Wario: Master of Disguise

Antagonist, Antiheld und Arglist. Diese Eigenschaften kann man bedenkenlos Wario zuordnen. Marios persönlicher Gegenspieler, der im Jahre 1992 sein Debüt im Nintendo-Universum auf dem klassischen grauen Game Boy feierte, erblickte in „Super Mario Land 2: Six Golden Coins“ erstmals das Tageslicht und seit je her klaut der italienische Oberschurke mit gelber Schirmmütze und lilafarbenen Overall alles, was glitzert und nicht niet- und nagelfest ist.

Doch nach den anfänglichen Ausflügen in die bunte Welt des Jump’n Runs und einigen bombigen und puzzlelastigen Spin-offs wurde Wario schnell zum Star im Sektor der Minispiele. Mit „Wario Ware“ startete der fette Fiesling auf sämtlichen Nintendo-Konsolen und Handhelds die bekannte „5-Sekunden-Minispiel-Orgie“ und das einfache und dennoch fesselnde Konzept erntete schnell zahlreiche Fans. Besonders originell wurden die Steuerungskonzepte mit dem Stylus am Nintendo DS und dem „Fuchtelkontroller“ an der Nintendo Wii, doch schon auf dem Game Boy Advance machte „Wario Ware: Twisted“ mit dem Tilt-Sensor eine mehr als gute Figur. Leider wartet man auf dieses GBA-Spiel in Europa noch immer, wahrscheinlich vergebens.

Aber genug in der Vergangenheit geschwelgt, diesmal schlüpft Wario wieder in das Overall, um ein waschechtes Jump’n Run-Abenteuer zu erleben. Outsourcing heißt das Schlagwort, denn Nintendo hat die Spieleschmiede Suzak mit der Entwicklung des neuen Wario-Spiels beauftragt. Rennspielfans werden wissen, dass Suzak schon mit der „F-Zero“-Reihe für den Game Boy Advance beauftragt wurde, doch wie schaut es aus mit einem Jump’n Run? Hat sich die lange Wartezeit gelohnt, sorgt der schroffe Humor erneut für Lacher? Wir haben uns das aktuelle Abenteuer des aalglatten Antihelden angeschaut und verraten euch, ob Wario erneut eine gute Figur macht.

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