Irgendwie war es zu erwarten: Nintendos Neuauflage des DS, die Lite-Version, verkauft sich in Japan wie geschnitten Brot. Schon am frühen Morgen bildeten sich lange Schlangen vor den Läden, in denen schon seit einiger Zeit die Original-Konsole ausverkauft war. Teilweise mussten sogar US-Versionen des DS importiert werden, um die hohe Nachfrage zu befriedigen.
Laut Online-Händler Lik-Sang lieferte Nintendo gerade einmal 93.000 Geräte des neuen Wunderkindes aus, geplant waren 280.000. Bis Ende März sollen jedoch 450.000 Konsolen in die Läden kommen (und hoffentlich auch über deren Tische gehen). Der DS Lite erschien zunächst nur in schmuckem Weiß, die beiden anderen Farben erscheinen am 11. März.
Wer gerne Bilder von wartenden Japanern anschaut, der findet einige ab Screenshot Nr.2.
Nintendo verfolgt mit dem DS Lite ein ähnliches Konzept wie mit dem Game Boy Micro: Hellere Displays und ein kleineres Gehäuse bei einem schöneren Design sollen zum Kauf animieren. Auch das Mikrofon bekam eine neue Position und sitzt jetzt etwas geschickter in der Mitte des Gerätes. Technisch hat sich bis auf die LCDs nichts verändert. Wer also auf einen Import wert legt, der kann auch seine bisherigen Spiele zocken – Ländercodes sind keine vorhanden. Zudem ist die Software der Geräte auf Deutsch einstellbar. Allerdings gibt es leider auch einen Dämpfer für Importfreunde: Die wenigen ausgelieferten Geräte führen dazu, dass viele Importhändler bereits ausverkauft sind oder kräftige Preisaufschläge verlangen.
Der Erfolg des Nintendo DS Lite ist nur ein weiterer für den Handhelden mit dem Doppelbildschirm: In letzter Zeit zeigte sich, dass Nintendo mit ihrem Konzept einer sparsamen, einfach zu programmierenden Konsole besser fährt als Konkurrent Sony. Dieser hat mit einem viel größeren Problem zu Kämpfen: Der Lieferung von guten Spielen, die beim Nintendo DS gerade im Monatstakt ankommen.