DS&PSP: Sony und Nintendo erwarten Startverluste

Zum Start der neuen Handheldsysteme erwarten sowohl Nintendo als auch Sony Anfangsschwierigkeiten. Wie Kaz Hirai, Chief Executive Officer von Sony Computer Entertainment of America, in einem Reuters-Interview sagte, erwarte Sony in den ersten PSP-Monaten Startverluste: Die teuren Komponenten und die hohen Entwicklungskosten würden ein Minus fast unausweichlich machen. Im Lauf der Zeit würden die Herstellungskosten aber erfahrungsgemäß sinken und das große Softwareportfolio die Anfangsverluste egalisieren. „Wir hoffen, das PSP einen Lebenszyklus von zehn Jahren durchlaufen wird. Am Ende wird definitiv ein positives Ergebnis stehen“, sagte Hirai. Vor ganz ähnlichen Problemen sieht sich Nintendo. Satoru Iwata, Präsident von Nintendo, sagte gegenüber der Nachrichtenagentur, dass sich besonders die Produktion der LCD-Bildschirme für DS negative auf die Gewinnspanne auswirken könnten. Zulieferer Sharp habe bereits signalisiert, dass bei der Herstellung von gleich zwei Bildschirmen in hoher Stückzahl mit Problemen zu rechnen sei. „Ich bin mir nicht sicher, ob wir wie beim Start von Game Boy Advance gleich zu Beginn die Gewinnzone erreichen werden. Aber ich glaube, das wird sich mit der Zeit schon einrenken.“ Für den Europastart von Nintendo DS bestätigte Iwata das 1. Quartal als Termin. Nintendo will das Gerät bis zum Ende des Geschäftsjahrs, am 31. März 2005, in Europa herausgebracht haben. Zudem gab Iwata einen kleinen Ausblick auf die nächste Konsolengeneration: „Zurzeit spielt der Kunde vor dem Fernseher mit einem Controller an seiner Konsole. Das geht auf Entwicklungen von Nintendo zurück. Vielleicht werden wir die Art zu spielen wieder ändern.“ Obwohl die Entwicklungen der neuen Heimkonsole gute Fortschritte mache und erste Spiele bereits über die Planungsphase hinaus seien, werde man den GameCube weiter unterstützen. Noch mindestens zwei Jahre lang plane Nintendo mit der aktuellen Konsole.

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