Streit um Jugendschutzgesetz: Union dagegen

Ehe hier aber einige jetzt anfangen zu Jubeln: Der CDU/CSU-Bundestagsfraktion geht der Entwurf der rot-grünen Regierung nicht weit genug. Die Fraktion vermisse die Möglichkeit eines generellen Verbots schwer jugendgefährdender Videofilme sowie Computer- und Videospiele.
Währenddessen geht die Diskussion um Gewalt in Videospielen natürlich weiter. Am Donnerstag hatte Bundeskanzler Gerhard Schröder (Foto) sich mit Vertretern der Medien getroffen. Unter anderem waren Hermann Achilles und Ronald Schäfer, die Geschäftführer des VUD und VErtreter des Spielemagazins Gamestar dabei. Die Verschärfung des Jugendschutzes sei „in der Tendenz positiv“ von den Teilnehmern der Runde aufgenommen worden, so Schröder.
Gleichzeitig zeigte sich Schröder darüber enttäuscht, dass es bei „Counterstrike“ nicht zu einer Indizierung gekommen ist: „Ich halte das für ein absolut verkehrtes Signal“. Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Christine Bergmann kündigte sogar an „nach Inkrafttreten des neuen Jugendschutzgesetzes diesen Vorgang nochmals aufzugreifen.“
Auch die „Hetzjagd“ der Medien geht weiter. So hatte das ARD-Magazin Monitor unter dem Vorwand über Lernsoftware zu berichten einen Interviewtermin mit Vivendi Universal Interactive bekommen. Jedoch drehte sich dieses Gespräch um Gewaltspiele des Publishers. Mit einer Einstweiligen Verfügung hat man die Ausstrahlung des Berichts verhindern können.

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